05.07.2007, von Werner Kurzlechner
Langfristig hängt Geschäftserfolg vor allem vom "Y-Faktor" ab. Nein, es handelt sich nicht um eine bislang unbekannte Technologie oder das neueste Schmuckstück aus einer innovativen Software-Schmiede, sondern um das Gros der künftigen Mitarbeiter. Deloitte bezeichnet sie als "Generation Y" und sieht insbesondere die verarbeitende Industrie auf deren Besonderheiten schlecht vorbereitet.
| Junge Mitarbeiter haben andere Ansprüche als ihre erfahrenen Kollegen. Foto: |
Eine neue Generation - pessimistisch, lebensüberdrüssig und geprägt von der "Neigung, sich bei unbegrenzter Auswahl für nichts zu entscheiden"? Keine Sorge, diese Beschreibung des Schriftstellers Douglas Coupland stammt aus dem Jahr 1991 und definierte die "Generation X".
Die hörte depressive Rockmusik und verweigerte sich dem Kapitalismus, bringt sich trotzdem in die heutige Arbeitswelt leidlich engagiert ein und verabschiedet sich ab 2025 allmählich in den Ruhestand. Die arbeitende Mehrheit stellt dann längst die keineswegs ziellose Generation Y.
Deren Vertreter sind nach Deloitte-Definition zwischen 1982 und 1993 geboren und suchen flexibel neue Herausforderungen und bringen gerne ihre technologischen Fähigkeiten ein. Sie lösen Probleme bevorzugt im Team - und wenn es sein muss auch mehrere gleichzeitig. In die IT-Welt passen sie bestens, die traditionelle Industrie allerdings erscheint ihnen wenig verlockend, wie die Analysten herausarbeiten: zu dunkel, zu schmutzig, zu gefährlich.
Dieser Nachwuchs ist leistungswillig, pfeift auch Hierarchien und hat den schnellen und sich ständig beschleunigenden Lebens- und Arbeitsrhythmus den WorldWideWeb, E-Mail und Computerspiele vorgeben, voll verinnerlicht.
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