| Inhalt dieses Artikels: | |
| Den Wertbeitrag der IT richtig messen | |
| Entscheidend ist die Frage der IT-Nutzung | |
| Die Bedeutung neuer Technologien ist unbestritten | |
| Sieben Dimensionen für eine erfolgreiche IT | |
20.02.2008, von Christiane Pütter
| Peter Blatter, Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer Citibank Deutschland. |
Ein erfolgreiches Beispiel für den Einsatz von IT liefert die Citibank Deutschland. Die hatte das Problem, dass ihre Kundenberater mehr Zeit mit administrativen Aufgaben zugebracht haben als im Gespräch mit Kunden. Für Peter Blatter, Vorstandsmitglied und Chief Operating Officer, hieß das: die Prozesse müssen effizienter werden. Sein Vorbild: die Industrie. "Ideen und Modelle aus der Fertigungs-Industrie wie etwa der Automobilproduktion werden konsequent auf die Finanzbranche übertragen", sagt Blatter.
Die Voraussetzung dafür sieht der Citibank-COO im Zentralisieren und Automatisieren von administrativen Aufgaben. Also wurden diese Aufgaben aus den Filialen ausgelagert und gebündelt. Folge: Nun haben die Berater mehr Zeit für die Kunden. Siebzig Prozent ihrer Arbeitszeit nutzen sie jetzt für Kundengespräche, so Blatter. "Der Branchendurchschnitt liegt deutlich darunter", erklärt er.
Kern der Industrialisierung sei das Management von Prozessen und Kapazitäten, unterstützt durch innovative Technologie-Lösungen, so Peter Blatter weiter.
Die Analysten von Steria Mummert hören es gern. Sie haben einen Management-Kompass entwickelt, der die Richtung für eine wertorientierte Unternehmensführung vorgibt. Demnach müssen CIOs sieben Meere der modernen Informations-Technologie bereisen: Kosten-Management, Transformations-Management, Prozess-Management, Innovations-Management, Kunden-Management, Kooperations-Management und Risiko-Management.
Dazu die Analysten: "Wie der Management-Kompass zeigt, geht es nicht nur um technische, sondern auch um strategische Veränderungen - die Unternehmensentscheider aktiv angehen müssen, um Wachstum zu erzeugen." Wem das nun zu profan scheint, dem gibt Steria Mummert ein altes chinesisches Sprichwort mit auf den Weg: "Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern und die anderen Windmühlen". Können zwei Milliarden Chinesen irren?