Defizite bei Unternehmensleitungen

Mitarbeitermotivation: Alle suchen Liebe, nur IT-Fachleute wollen Geld

26.03.2008, von Christiane Pütter

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Die Prioriäten der IT-Fachleute.Vergrößern
Die Prioriäten der IT-Fachleute.

Towers Perrin räumt im Rahmen der Studie mit einigen Mythen auf. Beispiel Geld: Mitarbeiter erwarten "nicht nur" monetäre Belohung, so die Analysten. Sie wollen auch wissen, wie ihre Aufstiegs- und Karriereperspektiven aussehen beziehungsweise welche Entwicklungsmöglichkeiten sie haben. Ganz wichtig: Sie wollen das Gefühl haben, "fair" bezahlt zu werden.

Der wichtigste Treiber für Mitarbeiter-Engagement ist jedoch das Interesse der Unternehmensleitung an den Menschen, geben die Studienteilnehmer an. Sie wollen sich aber nicht nur angenommen, sondern auch ernst genommen fühlen, und so rangiert der Faktor "Ausreichende Entscheidungsfreiheit" auf Platz zwei.

Drittwichtigster Punkt ist die soziale Verantwortung. Nach den Worten von Martin Hofferberth, Vergütungsexperte bei Towers Perrin, ist damit zum Einen die gesellschaftliche Verantwortung nach Außen gemeint. So kann ein Unternehmen über Stiftungen oder Charity-Aktionen ein bestimmtes Image aufbauen. Zum Anderen geht es auch um die Verantwortung nach Innen, also um die Frage, wie etwa bei Kündigungen mit den Mitarbeitern umgegangen wird.

Mandy Rehmann, Senior Projekt Managerin beim Management Consulter Kienbaum, beobachtet, dass der Faktor Verantwortung eng mit der aktuellen Situation des Unternehmens zusammenhängt. "In Phasen von Restrukturierungen ist es Mitarbeitern besonders wichtig, dass offen und ehrlich kommuniziert wird", sagt sie. Niemand wolle aus der Zeitung erfahren, wie es mit seiner Firma weitergeht. Befindet sich das Unternehmen dagegen in einer Phase der Konsolidierung, stehen die eigenen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten stärker im Fokus.

Ältere Angestellte sind kritischer

Der nächste Mythos bezieht sich auf das Alter. Es stimme nicht, dass sich ältere Angestellte nicht mehr so stark einbringen, so Towers Perrin. Allerdings scheint mit den Jahren auch das Gewissen zu wachsen: Die Gruppe 50 Plus legt besonders großen Wert auf das soziale Engagement ihres Arbeitgebers und achtet kritischer als andere darauf, dass die Führungsriege als Vorbild taugt.

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