Apple iPad

Business Case fraglich

Keine BI-Strategie für iPad & Co.

21.03.2011, von Thomas Pelkmann

ROI-Berechnungen und Einsatzszenarien für mobile Business Intelligence fehlen noch - die Nachfrage auch. In Kürze erwartet Forrester allerdings den Aufschwung.

Die Mehrheit der Unternehmen hat noch keine Mobilstrategie. Selbst wo es eine gibt, deckt sie das Thema Business Intelligence meist nicht ab.Vergrößern
Die Mehrheit der Unternehmen hat noch keine Mobilstrategie. Selbst wo es eine gibt, deckt sie das Thema Business Intelligence meist nicht ab.
Foto: Frank Gärtner - Fotolia.com

Noch gehen mobiles Arbeiten und Business Intelligence nicht so richtig zusammen. Der Nachfrageboom und die Wirkung mobiler Geräte auf die Unternehmensstrategie werden das aber schon bald ändern, schätzt Forrester-Research-Analyst Boris Evelson in der Studie "A Practical How-To Approach To Mobile BI". Grund genug für die Profis, neue Lösungen jetzt zu entwickeln oder bereits vorhandene zu evaluieren. Die Informationen aus Prozessen und Firmendaten, fordert Forrester, sollen so schon bald auch mobilen Wissensarbeitern zur Verfügung stehen.

Dieser Aufforderung möchten viele Unternehmen aber noch nicht folgen: Einer anderen Forrester-Studie zufolge verfolgen 57 Prozent der Unternehmensverantwortlichen bislang keine Mobilstrategie oder fangen gerade erst an, eine zu entwickeln. Bei vielen ist zudem dort vor allem der Umgang mit E-Mail, Kalender und Adressbuch festgeschrieben, nicht aber fortgeschrittenere Tätigkeiten wie Kundenmanagement oder eben Business Intelligence.

Nachfrage bisher gering

Die am meisten verbreitete Unternehmensanwendung im Mobilbereich - Verkaufs- und Außendienst-Applikationen - sind auch nur bei 15 Prozent der befragten Unternehmen im Einsatz, alle anderen fallen in einen niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Die geringe Nachfrage nach mobilen BI-Lösungen spürt auch Forrester selber: In den vergangenen zwei Jahren habe es gerade einmal 50 Anfragen an die Forrester-Analysten zu diesem Thema gegeben, schreibt Studienautor Boris Evelson. Das entspricht nur drei Prozent aller Anfragen zu BI. Und die meisten kamen überdies nicht von Kunden; es waren vor allem Hersteller und Consultants, die sich über die Marktchancen ihrer Lösungen erkunden wollten.

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