Ernüchternde Studienergebnisse

Massive Zweifel am Data Warehouse

15.09.2011, von

Jedes zweite Projekt scheitert, Ziele werden verfehlt. Eine BARC-Studie zeigt alle Mängel auf. Die Analysten geben Tipps für erfolgreiche Warehouse-Projekte.

Die größten Herausforderungen im Data Warehouse: So sehen es die Anwender.Vergrößern
Die größten Herausforderungen im Data Warehouse: So sehen es die Anwender.
Foto: BARC

Fast jedes Unternehmen hierzulande bereitet Daten in einem Data Warehouse auf. 86 Prozent der Firmen tun das laut einer aktuellen Befragung des Business Application Research Centers (BARC) unter 200 Entscheidungsträgern. Data Warehouses sind also weit verbreitet. Aber lohnt sich ihr Einsatz? Die weiteren Ergebnisse der Studie klingen derart ernüchternd, dass massive Zweifel berechtigt erscheinen.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass offensichtlich jedes zweite Projekt scheitert. Viele Firmen erreichen ihre Ziele schlichtweg nicht. Primäres Ziel ist mit weitem Abstand die Stärkung des Vertrauens in die Daten. 82 Prozent der Anwender bezeichnen das als äußerst wichtig. Aber nur 51 Prozent geben an, dieses Ziel mit Hilfe eines Data Warehouses erreicht oder sogar übertroffen zu sein.

51 Prozent – das klingt durchwachsen, wenn nicht schlichtweg schlecht. Dabei ist es laut Studie der beste Zielerreichungswert überhaupt. Lediglich etwa zwei Fünftel erfreuen sich dank Data Warehouse an der gewünschten Unterstützung von Planungsprozessen, einem ausreichend schnellen Berichtswesen und einer flexiblen Berichterstellung für Fachanwender. Nur 36 Prozent erreichen die Ziele höhere Kundenzufriedenheit und Steuerung operativer Prozesse. Dabei werden alle Ziele außer dem Vertrauen in die Daten von maximal einem Viertel der Befragten überhaupt als solche formuliert.

Zielerreichung ist absolut unbefriedigend

"Die Zielerreichung von Data-Warehouse-Projekten kann absolut nicht als befriedigend bezeichnet werden", kommentiert BARC-Geschäftsführer Carsten Bange. "Auch die genannten Herausforderungen hinsichtlich Datenqualität, Agilität, Integration wichtiger Fachbereiche oder übergreifender Auswertbarkeit werden Anwender weiter am Konzept hin und wieder zweifeln lassen und Betreibern große Kopfschmerzen bereiten."

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