Zentralisierung kein Königsweg

Die 3 Problemfelder bei BI

01.02.2012, von Werner Kurzlechner

Business Intelligence nur aus den Fachbereichen ist der falsche Weg. Völlige Zentralisierung laut Gartner aber auch. Die Analysten raten zu einer Mischform.

Sieht Unternehmen vor allem vor nicht-technologischen Herausforderungen: Gartner-Analyst Andreas Bitterer.Vergrößern
Sieht Unternehmen vor allem vor nicht-technologischen Herausforderungen: Gartner-Analyst Andreas Bitterer.
Foto: Gartner

Eine Kluft spaltet die Welt der Business Intelligence (BI): Hier die schwierige Wirklichkeit in den Unternehmen, dort die Heilsversprechen der Anbieter und die gut klingenden Empfehlungen der Theoretiker. Das jedenfalls ist die Quintessenz einer Studie von Gartner, die die zentralen Entwicklungen in der BI für die kommenden Monate und Jahre prognostiziert.

Drei Problemfelder machen die Analysten aus.

  • Erstens die höchst zögerliche Umsetzung von cloud-basierter BI, die mittlerweile alle relevanten Anbieter pushen. Dennoch werden laut Gartner 2013 lediglich drei Prozent des weltweiten BI-Umsatzes in der Wolke erwirtschaftet werden.

  • Zweitens den Umstand, dass eine Zentralisierung der BI im Unternehmen offenbar kein Königsweg ist. Gartner empfiehlt hier einen hybriden Ansatz.

  • Drittens die Schwierigkeit, Analyse-Metriken mit den entscheidenden geschäftlichen Treibern in Einklang zu bringen.

"2012 und darüber hinaus bleibt BI ein Gegenstand nicht-technologischer Herausforderungen", fasst Analyst Andreas Bitterer zusammen. "IT-Verantwortliche sollten sich nicht nur auf die technologischen Aspekte von BI konzentrieren, sondern auch auf den gravierenden Mangel an analytischen Skills."

Die größte Herausforderung in den kommenden Jahren ist es laut Gartner, BI-Initiativen mit den Strategien und Zielen des Unternehmens gleichzutakten. Nicht einmal ein Drittel der Firmen verfüge über eine dokumentierte Strategie für Analytics, BI oder Performance Management. Im Umlauf seien häufig lediglich kurzfristige Berichte; abgefragt werde das, was einzelne Anwender interessant finden. Alles in allem fehle es an betrieblichen und strategischen Kontrollen.

Jetzt den CIO Exklusiv Newsletter bestellen!
Weitere Inhalte zu:
Gartner, Business Intelligence, Cloud Computing, Business Alignment, BICC
Newsletter von CIO.de
Exklusiv
Exklusiv Blackberry
Wirtschaftsmeldungen
Karriere
Security
Dynamic IT
Healthcare IT
Whitepaper
IT-Berater
Retail-IT
Finance-Forum
SAP

UMFRAGE
Vor dem EuGH wird über den Handel mit Gebraucht-Lizenzen gestritten. Nutzen Sie Second-Hand-Software?
Ja, in großem Umfang. Das spart viel Geld.
Nur für wenige Anwendungen.
Nein, das Angebot erfüllt unsere Bedürfnisse nicht.
Nein, die Rechtslage ist zu unsicher.
Wir evaluieren das gerade erst.
» Abstimmen

SERVICE