Ziel: Mehr Compliance

Das Erfolgsrezept für Information Governance

28.08.2012, von

Die Verzahnung von Menschen, Prozessen und Tools ist grundlegend für Information Governance. Das und weitere Erfolgsfaktoren schält eine Aberdeen-Studie heraus.

Angesicht der wachsenden Flut an Daten und weltweit höchst unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen wird Information Governance für Unternehmen immer mehr zu einer geschäftskritischen Aufgabe. Die Analysten der Aberdeen Group definieren Information Governance als das Management der wesentlichen Daten und Informationen eines Unternehmens und filtern auf dieser Grundlage heraus, wie man das möglich effizient und effektiv macht. Der Schlüssel ist offenkundig, den gesamten Kreislauf des Information Lifecycles aktiv zu begleiten.

Diese Übersicht zeigt: Wer Information Governance nicht ambitioniert angeht, zahlt letzten Endes drauf.Vergrößern
Diese Übersicht zeigt: Wer Information Governance nicht ambitioniert angeht, zahlt letzten Endes drauf.
Foto: Aberdeen Group

Bei der Information Governance geht es laut Aberdeen darum, die Einhaltung sämtlicher gesetzlicher und behördlicher Richtlinien zu gewährleisten und dadurch neue Marktchancen zu erschließen. Die Analysten untersuchen, was das Fünftel der Klassenbesten besser macht als durchschnittliche und hinterherhinkende Firmen.

Risiken minimieren, operative Kosten senken

Vier Kriterien definieren dabei den Erfolg der Musterschüler: die Risikominimierung für ihr Unternehmen, operative Kostensenkung, die Erfolgsrate bei Audits und die objektive Erfolgsrate. Mit Letzterem ist gemeint, dass in diesen Firmen die Ausführung von Management-Direktiven im vergangenen Jahr zu 84 Prozent erfolgreich war. Das ist offenbar auch deshalb der Fall, weil eine objektive Datengrundlage als Basis für fundierte Management-Entscheidungen besteht.

Die Vergleichswerte in den anderen Gruppen liegen lediglich bei 64 beziehungsweise 50 Prozent. Audits, die den Einklang des Unternehmens mit Compliance-Vorgaben untersuchen, sind bei den Klassenbesten zu 90 Prozent erfolgreich, in durchschnittlichen Firmen nur zu 59 Prozent, bei den Nachzüglern lediglich zur Hälfte. Während es den Musterschülern in den beiden vergangenen Jahren gelang, sowohl ihren Risikowert als auch die mit Compliance verbundenen Kosten um fast ein Viertel zu senken, verbuchten die beiden anderen Gruppen hier keine nennenswerten Fortschritte.

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