Wer ein BI-System einführt, braucht einen langen Atem

Business Intelligence: Die Kostenfalle

26.04.2007, von Christine Ulrich

Viele Unternehmen versäumen es in dieser BI-Phase, Kosten und Nutzen gegeneinander abzuwägen: Jedes dritte Unternehmen findet die Datenzusammenführung aus verschiedenen Systemen zu komplex. Die BI-Früchte werden tatsächlich erst im vierten Reifegrad geerntet - dann, wenn die Datenzusammenführung durch analytische Methoden bei den Geschäftsprozessen intensiv genutzt wird.

Der BI-Reifegrad in verschiedenen Untersuchungsperspektiven: Die Organisation ist noch am schwächsten.Vergrößern
Der BI-Reifegrad in verschiedenen Untersuchungsperspektiven: Die Organisation ist noch am schwächsten.

Als Konsequenz versuchen viele Unternehmen, in kleinen Schritten der Kostenfalle zu entkommen - indem sie neue Software-Komponenten auswählen oder Einzelprobleme beim Daten-Management lösen. Allerdings, so die Studie, brauche es statt einer Projekt- vielmehr eine Programmperspektive: Einen Ausweg aus der Kostenfalle stellt eine formale BI-Strategie dar, die in einer mittelfristigen Perspektive den Return-on-Investment (ROI) der Einführung transparent macht.

Return-on-Investment transparent machen

Unternehmen müssten intelligent mit dem zur Verfügung stehenden Wissen umgehen, so die Berater. Ein ROI auf die Entwicklung einer BI-Strategie stehe darum in starker Wechselwirkung mit den Zielen und notwendigen Maßnahmen. Ein erster strategischer Ansatzpunkt sei die Fragestellung, was gute Informationen wert sind und was schlechte Daten kosten.

Für die Business-Intelligence-Studie 2006 "Bima" befragte Steria Mummert Consulting 117 Unternehmen. Ziel der Studie war, einen aktuellen Überblick zum Entwicklungsstand der in den Firmen installierten BI-Systeme zu gewinnen.

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