03.07.2007, von Christiane Pütter
In Sachen Geschäftsprozess-Management liegen die Branchen Dienstleistung, Medien und Transport vorn. Dabei greifen IT-Entscheider immer öfter auf Tools für das Business Process Management (BPM) zurück. Das melden die Analysten von Pierre Audoin Consultants (PAC) und der Anbieter IDS Scheer in einer Studie.
| Blick auf die wichtigsten Themen beim Geschäftsprozess-Management 2007 |
Im Idealfall setzen sich IT-Entscheider, Geschäftsführer und Prozess-Eigner gemeinsam an den Tisch, so die Umfrageteilnehmer unisono. Weil das offenbar nicht zu machen ist, sehen 39 Prozent der Befragten in erster Linie den CIO in der Hauptverantwortung und jeweils 38 Prozent die Geschäftsführung und Prozess-Eigner.
Zusammengefasst steht das Thema Business Process Management bei knapp 80 Prozent der Befragten weit oben auf der Agenda. Als wichtigste Punkte gelten dabei die Modellierung und Optimierung der unternehmensinternen Prozesse sowie das Senken von Kosten und die Standardisierung beziehungsweise Harmonisierung der Geschäftsprozesse.
Dass die Vorbereitung auf SAP Netweaver abgeschlagen auf dem vorletzten Platz landet, interpretieren die Analysten dahingehend, dass SAP Netweaver derzeit mehr als Ablaufumgebung für SAP Anwendungen gilt denn als strategische Plattform für service-orientierte Architekturen (SOA).
Doch welche Ziele auch immer mit BPM verbunden sind - noch scheinen es fromme Wünsche zu sein. Auf die Frage, wie weit die Umsetzung fortgeschritten ist, geben 44 Prozent der Studienteilnehmer an, sie hätten begonnen. Weitere 45 Prozent antworten mit einem vagen "teilweise". Erst acht Prozent melden eine komplette Umsetzung. Im Branchenvergleich liegen Dienstleistung, Medien und Transport mit dreizehn Prozent vorn, während aus der Industrie sechs Prozent der Teilnehmer eine vollständige Umsetzung melden. Aus dem Bereich Konsumgüter und Handel sind es nur fünf Prozent.
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