Bereinigung nach Übernahme von Business Objects

SAP dampft sein Portfolio ein

18.03.2008, von Nicolas Zeitler

Vor dem Aus stehen nach Ansicht der Würzburger Berater auch die SAP-Planungsanwendungen SEM BPS, BW BPS und BI Integrated Planning. Mit dem Erwerb von Outlooksoft im Mai 2007 sei SAP dazu übergegangen, auf diesem Feld nicht mehr auf selbst entwickelte Programme zu setzen. Zukünftig sei deshalb für Planung und Budgetierung die Software "Business Planning and Consolidation" - einst von Outlooksoft entwickelt - einzusetzen.

Bei der Anwendung zum Profitabilitäts-Management setzt SAP bisher noch auf eine OEM-Vereinbarung mit Acorn. BARC stellt diesem Abkommen allerdings keine lange Laufzeit mehr in Aussicht und prophezeit das Ende der Weiterentwicklung von "SAP Business Profitability Management". Offiziell bestätigt haben dies die Walldorfer allerdings nicht. Klar ist indes, dass das Management-Tool SEM BSC nicht weiter entwickelt wird.

Unklarheit im Bereich Konsolidierung

Was das Feld der Konsolidierung angeht, ist die künftige Produktstrategie BARC zufolge noch offen. Die Zukunft von SAPs SEM BCS dürfte "endlich" sein, heißt es. Denn in diesem Bereich stehen den Kunden auch noch das von Outlooksoft entwickelte BPC (Business Planning and Consolidation) und Financial Consolidation von Cartesis zur Verfügung.

SAP-Kunden, die zur Planung und Konsolidierung nach Finanzanwendungen für den Netweaver suchen, prophezeit BARC für die kommenden Monate ein wahres "Dilemma". In vielen Bereichen müssten die Anwender auf Produkte von Business Objects umsteigen. Doch bis die in SAPs Netweaver Platform integriert sind, sei noch Geduld gefordert. Die Beta-Phase werde erst Ende Juni beginnen. Und damit, dass die Applikationen allgemein verfügbar sind, rechnet BARC erst gegen Ende des Jahres.

Letztendlich wird die Übernahme von Business Objects allerdings das Portfolio von SAP aufwerten, ist Carsten Bange von BARC überzeugt. Den Kunden bringe der Deal Vorteile.

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