Gartner-Ratschläge

Wie Sie Daten von Social Media integrieren

20.05.2011, von Thomas Pelkmann

Private Daten von Facebook, Twitter & Co. lassen sich von geschäftlichen kaum noch trennen. Unternehmen können mit Tools diese Daten in ihrem Content Management verbinden.

Alles hängt mit allem zusammen: Mitarbeiter sind Konsumenten sind Mitarbeiter. Die Trennlinien zwischen privaten und geschäftlichen Anwendungen verschwimmen zunehmend, meinen die beiden Gartner-Analysten Karen M. Shegda und Nikos Drakos. Die IT hat tendenziell immer weniger Kontrolle darüber, welche Anwendungen die Mitarbeiter im Unternehmen auf ihren Endgeräten haben.

Web 2.0 und mobile Endgeräte verändern auch das Enterprise Content Management in den Unternehmen. Wie, verrät Gartner.Vergrößern
Web 2.0 und mobile Endgeräte verändern auch das Enterprise Content Management in den Unternehmen. Wie, verrät Gartner.
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Sie haben durch die Existenz sozialer Netzwerke wie Facebook oder Twitter zudem immer weniger Einfluss darauf, was die Mitarbeiter an Inhalten generieren und mit anderen teilen. Schließlich sind Werkzeuge wie Google Docs oder Microsoft Office Live so einfach auch in Arbeitsgruppen zu bedienen, dass traditionelle Workflows und Kontrollmechanismen überhaupt nicht mehr greifen.

Und neue Medienformen nehmen zunehmend Raum ein: Blogs und Tweets unterscheiden sich stark von traditionellen Inhalten, Videos sind ebenfalls eine neue Art, Inhalte zu transportieren. Insgesamt wird schon im kommenden Jahr mehr ein als Viertel aller Inhalte aus Bilder, Videos und Audio-Dateien bestehen. Zusammen mit dem Content aus sozialen Netzen sind diese Inhalte unstrukturiert und unterscheiden sich damit stark von traditionell strukturiertem Content aus den Unternehmen.

Es ist ein Trend, der nicht aufzuhalten ist: Die Trennung von privater und geschäftlicher IT-Nutzung existiert praktisch nicht mehr. Immer mehr Anwender wollen die Tools, die sie privat nutzen, auch im Beruf verwenden. Google Docs oder Microsoft Office Live bieten so einfache Möglichkeiten, Dokumente gemeinsam mit anderen zu erstellen, zu bearbeiten und zu verteilen, dass man diese Möglichkeiten auch am Arbeitsplatz nicht missen möchte. Facebook, Twitter & Co. sind bestechend einfach in der Lage, Inhalte einer riesigen Zahl von Interessenten zugänglich zu machen, dass traditionelle Publikationswege tendenziell an Bedeutung stark einbüßen.

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