Enhancement Packages

Endlich: Leichtere Software-Upgrades von SAP

05.12.2008, von Frank Niemann 

Anwender können nun neue Software-Funktionenvon SAP ERP über Enhancement Packages (EhP) in Betrieb nehmen. Die oft langwierigen Release-Wechsel wie bei R/3 sollen so nicht mehr vorkommen. Ob der Software-Pflegeaufwand damit wirklich abnimmt, bleibt offen.

Der Enterprise Support bleibt ein rotes Tuch für die SAP-Kunden. Anwender sollen ab 2009 mehr für die Wartung zahlen. Und das für Leistungen, die sie aus ihrer Sicht eigentlich gar nicht brauchen.

SAP diskutiert mit den Kunden über das künftige Update-Konzept der Anwendungen. Den Kern bilden hier Enhancement Packages. Mit den EhPs sollen Anwender, die bereits SAP ERP einsetzen, neue Funktionen einspielen und aktivieren können, ohne dafür wie unter R/3 langwierige und kostspielige Release-Wechsel fahren zu müssen.

ERP-Erweiterungspaket im Lichte der Wirtschaftskrise

Für SAP ERP hat der Softwarekonzern nun das vierte EhP freigegeben. Es enthält unter anderem Erweiterungen zum Cash-, Liquiditäts- und Treasury-Management, die Unternehmen angesichts der Finanzkrise helfen sollen. Ein ERP Info Center auf dem Service-Marktplatz der SAP informiert die Nutzer, was an Funktionen in den Erweiterungspaketen steckt. Technischer Dreh- und Angelpunkt des Erweiterungsverfahrens ist der SAP Solution Manager.

SAP dehnt das EhP-Konzept nun auch auf die Business Suite aus. Das kommende Release 7.0 der Suite, das im November in "Ramp-up" (Einsatz bei ausgewählten Anwendern) gegangen ist, verfügt über das Feature. Damit sollen die Grenzen zwischen Applikationen durchgängiger werden. Anwender können nach SAP-Angaben ausgewählte Funktionen einführen und ausprobieren. Entsprechende Testszenarien sind in den Paketen enthalten.

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