Studie von SoftSelect

ERP-Anbieter erfüllen SaaS-Wünsche nicht

05.07.2012, von

Auch wenn Cloud Computing einer der drei großen ERP-Trends ist: Zusammengefunden haben Anwenderwünsche und die Angebote der Hersteller noch längst nicht.

So hat sich der Funktionsumfang der untersuchten Lösungen gegenüber dem Vorjahr verändert.Vergrößern
So hat sich der Funktionsumfang der untersuchten Lösungen gegenüber dem Vorjahr verändert.
Foto: SoftSelect

Sechs Trends geben derzeit auf dem deutschen Markt für Enterprise Resource Planning (ERP) die Richtung vor, wie die SoftTrend-Studie des Software-Beraters SoftSelect zeigt. Drei wichtige Wegweiser sind die aktuellen Großtrends der IT: Cloud Computing, Social Media und Mobility. Daneben bemühen sich die Hersteller, weitere Funktionalitäten nach aktuellem Bedarf in ihre ERP-Lösungen zu integrieren: Tools für Projektmanagement, Dokumentenmanagement und zur Analyse großer Datenmengen – Stichwort Big Data.

"Der ERP-Markt in der DACH-Region ist äußerst vital", konstatieren die Hamburger Berater, die in ihrer Studie 116 Anbieter mit 168 ERP-Lösungen untersucht haben. Die beständige Erweiterung der ERP-Suiten um zusätzliche Funktionalitäten sei seit Jahren kennzeichnend für diesen Markt. "Neben den umfangreichen ERP-Suiten der Marktführer, die Lösungen für Firmen jeglicher Branchen anbieten, gibt es auch zahlreiche Nischenanbieter, die mit speziellem Zuschnitt auf die Erfordernisse einzelner Branchen punkten können."

Viele SaaS-Angebote nur überarbeitete Hosting-Varianten

Dass SoftSelect Cloud Computing respektive Software-as-a-Service (SaaS) als maßgeblichen Trend nennt, ändert nichts daran, dass ERP und SaaS weithin noch nicht zusammengefunden haben. Bei den Anwendern seien SaaS-Lösungen zwar immer beliebter. Dennoch halten die Berater fest: "Die ERP-Hersteller tun sich mit dem Angebot an SaaS-Lösungen oft noch schwer."

Zwar gebe es bereits viele SaaS-Lösungen in einzelnen Teilbereichen als Ergänzung zum eigentlichen ERP-System, so zum Beispiel für das CRM oder das Talent Management. "Umfassende ERP-Suiten auf SaaS-Basis sind jedoch noch vergleichsweise selten", heißt es in der Studie. "Bei genauerer Betrachtung entpuppen sich viele SaaS-Angebote der ERP-Hersteller lediglich als überarbeitete Hostingvarianten."

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