Systemanalyse in der Autoindustrie

Mit SAP im Windkanal

10.11.2006, von Lars Reppesgaard

Der Autozulieferer Modine hat die Leistungsfähigkeit seines SAP-Systems analysieren lassen – und ermittelt, wie das Unternehmen im Branchenvergleich steht. Denn Beweise sind IT-Chef Kurt Trillsam wichtiger als ein Bauchgefühl.

Seit 90 Jahren beschäftigt sich die Modine Manufacturing Company mit Wärmeübertragungs- und Wärmespeichertechnologien und ist heute ein weltweit führender Zulieferer in der Automobilindustrie. Mit
Autofans und ihren Erwartungen kennt sich Kurt Trillsam, IT-Direktor der Modine Europe GmbH, also naturgemäß gut aus. Und natürlich ist ihm bewusst, dass viele Fahrzeugfreaks nichts lieber tun, als nach einem genauen Blick unter die Motorhaube noch ein kleines bisschen mehr aus der Maschine zu kitzeln.

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Auch Kurt Trillsam ist ein Mensch, der gerne den genauen Überblick über die Technik hat, auf die er sich verlässt. Vor kurzem hatte auch er Gelegenheit zu so einem Blick unter die Haube.

Doch der Reihe nach: Modine zählt mit mehr als 1,1 Milliarden US-Dollar Umsatz zu den führenden Entwicklern und Herstellern von Wärmeübertragungsund Kühlsystemen. Rund 45 Prozent des Gesamtumsatzes werden von Modine Europe erwirtschaftet. 2300 der weltweit 8500 Mitarbeiter sind in Europa beschäftigt. Deutschland ist mit sechs von zehn europäischen Standorten das wichtigste Standbein in der Alten Welt.

Die Europa-Zentrale in Filderstadt unterstützt seit 1999 die Geschäftsprozesse von Modine mit SAP. Die Walldorfer Software kommt nicht nur im Abrechnungswesen zu Einsatz. "Es gibt praktisch keine anderen Anwendungen im Business Bereich", sagt Trillsam. Finanzwesen, Controlling, ERP, Qualitätssicherung, Instandhaltung, Warehouse Management und die Abrechungen im Personalwesen für die Mitarbeiter in Deutschland und Österreich werden mit SAP abgewickelt. Seit drei Jahren wird zudem das Walldorfer Business Information Warehouse (BW) für das Reporting genutzt und seit einem Jahr in der Vertriebsplanung.

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