Erstaunlich: Nutzenkalkulation nicht auf der Agenda

ROI-Berechnung von ERP-Projekten findet nicht statt

14.05.2009, von Andreas Schaffry

Nur wenige mittelständische Unternehmen berechnen mit Kennzahlen wie Kosten, Umsatz und Lagerbestände den Return on Investment (ROI) für ihr ERP-System. Zu diesen überraschenden Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie.

Mittelständische Firmen, die sich eine ERP-Software anschaffen, hatten bisher vor allem die Investitions-Kosten, also die Total Cost of Ownership (TCO), im Blick. Dazu zählen Kosten etwa für Lizenzen und Support sowie den laufenden Betrieb.

In der derzeitigen Wirtschaftkrise beeinflussen zudem verstärkt wirtschaftliche Aspekte, die ERP-Strategien der KMU. Dazu gehören unter anderem geringere Prozesskosten, eine hohe Auskunftsfähigkeit gegenüber Kunden, die einfache Einbindung von Geschäftspartnern sowie die Möglichkeit Expansions-Strategien effizient umzusetzen.

ROI für das ERP nicht auf der Agenda von KMU

Deshalb müssen künftig auch kleine und mittlere Betriebe für ihre ERP-Projekte eine Nutzenkalkulation durchführen und deren Return on Investment (ROI) berechnen. Allerdings scheint dies bei vielen Firmen noch nicht auf der Agenda zu stehen. Das fand der US-Marktforscher Aberdeen Research in der Studie "Measuring the ROI of ERP in SMB" heraus.

Im Durchschnitt führen knapp ein Viertel der mehr als 900 für die Untersuchung befragten Mittelständler niemals ROI-Berechnungen für ihre ERP-Projekte durch. Etwas mehr als die Hälfte berechnet den Nutzen "manchmal". Im Schnitt berechnet nur ein Viertel immer einen ROI. Manchmal würde es schon genügen den Nutzen einer ERP-Einführung grob abzuschätzen. Zwölf Prozent der Mittelständler sagten, dass sie dies nie tun, 40 Prozent machen es immerhin gelegentlich.

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