Apple iPad

Konkurrenz für Apple-Tablet

Warum das iPad seine Rivalen aussticht

02.11.2010, von Tom KaneshigeThomas Pelkmann

In aller Ruhe hat das Apple iPad sich einen völlig neuen Markt erobert. Nachfolgende Wettbewerber können die Position des Erstgeborenen nur schwer erschüttern.

Als das iPad im April in den USA auf den Markt kam, schaffte Apple in 80 Tagen einen Abverkauf von satten drei Millionen Geräten. Innerhalb weniger Wochen war Apple auch bei den E-Book-Readern mit einem Anteil von 16 Prozent auf Platz zwei gelandet, wo der Amazon Kindle mit 62 Prozent noch vorne liegt. Dieses Verhältnis, schätzen Analysten, wird sich innerhalb kurzer Zeit umkehren.

Die Zeiten, in denen das iPad alleine den Markt der Tablet-PCs beherrscht hat, nähern sich dem Ende. Die Vorherrschaft von Apple wird dennoch bestehen bleiben.Vergrößern
Die Zeiten, in denen das iPad alleine den Markt der Tablet-PCs beherrscht hat, nähern sich dem Ende. Die Vorherrschaft von Apple wird dennoch bestehen bleiben.

Manch einer spekuliert auch darüber, dass das iPad für den sinkenden Absatz von Note- und Netbooks verantwortlich ist. Im August dieses Jahres, berichtet Morgan Stanley (MS), sei das Wachstum in diesem Marktsegment in den USA um vier Prozent niedriger ausgefallen als im Vorjahr. MS-Analystin Katy Huberty schätzt, dass der Druck auf den Markt mobiler PCs noch zunehmen wird, wenn andere Anbieter mit ihren Geräten kommen und Apple die iPad-Distribution ausweitet.

Der Hype um das iPad hat die Pläne mancher Anbieter bereits zunichte gemacht, mit eigenen Produkten auf den Markt zu kommen. So haben zum Beispiel Plastic Logic und Foxit Software ihre eigenen Tablets auf Eis gelegt, weil sie mit dem Preis des iPad nicht mithalten konnten. In Deutschland nahm 1&1 sein SmartPad nach dem Verkaufsstart wieder aus dem Rennen. Und der HP Slate existiert, zumindest bis jetzt, nur als Ankündigung. Microsoft hat nach längerem Brodeln in der Gerüchteküche nun immerhin offiziell bekannt gegeben, an einem Tablet zu arbeiten. Microsoft-Chef Steve Ballmer hat die Vorstellung des Slate genannten Geräts, das mit einem Windows-Betriebssystem laufen soll, für Weihnachten angekündigt.

Bisher zeichnen sich aber noch gerade einmal zwei Geräteklassen ab, die der Apple-Macht bedrohlich nahe kommen könnten: das Blackberry PlayBook und Tablets mit dem freien Betriebssystem Android. BlackBerry beherrscht unangefochten den Business-Markt der Smartphones; hier hält das iPhone nur einen kleinen Anteil und muss sich sogar von Android-Smartphones überholen lassen. Die, behauptet jedenfalls der Marktforscher Nielsen, verkauften sich im vergangenen Quartal besser als das Apple-Teil.

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