Apple iPad

Praxisbeispiele

Das iPad ins Unternehmen einbinden

02.02.2011, von Thomas Pelkmann

Auf den ersten knapp 50 des mit 137 Seiten doch recht überschaubaren Buches beschäftigen sich die drei Autoren mit der Motivation für die Einführung des iPads, beschreiben Anwendungsfälle für den Tablet-PC, lassen sich über die Bedienphilosophie des Gerätes aus und erläutern die Hardware- und Software-Eigenschaften des Geräts. Angesichts der Tatsache, dass kaum jemand so richtig davon überzeugt werden muss, das iPad irgendwie cool zu finden, erscheint dieser Umfang etwas überdimensioniert.

Auf der anderen Seite ist es nicht verkehrt, sich praxisnah und gründlich wie die Autoren mit unterschiedlichen Funktionen und Szenarien einmal ausführlich zu beschäftigen. Bei allem Hype kann es ja trotzdem passieren, dass der ein oder andere Firmenchef seine Erwartungen an die Nützlichkeit solcher Geräte explizit formuliert. Dann schadet es nicht, konkrete Aussagen dazu in der Hinterhand zu haben.

Entwicklungsprozesse und Anforderungsanalysen

Interessanter für CIOs und IT-Leiter ist der zweite Teil des Buches, in dem sich die Autoren mit der Integration des iPads in die Unternehmens-IT beschäftigen. Hier setzen sie sich detailliert und praxisorientiert mit den Entwicklungsprozessen und Anforderungsanalysen sowie damit auseinander, "was sich in den einzelnen Phasen und Fachgebieten eines Software-Entwicklungsprozesses ändern muss". Mit diesen Kapiteln richten sich die Autoren explizit an Entwickler, IT-Architekten und Projektleiter.

Das Kapitel Sicherheit beleuchtet dagegen eher strategisch die Sicherheitsfunktionen und -einschränkungen des iPads und beschäftigt sich mit unterschiedlichen Bedrohungsszenarien. "Welche Gefährdungen der Einsatz des iPad im Unternehmen mit sich bringt, muss jedes Unternehmen für sich selber entscheiden", heißt es dazu aber dann sehr allgemein im Text. Das ist zwar einerseits durchaus richtig, zeigt andererseits aber auch das Dilemma auf, vor dem die Branche steht: Apple selber verhält sich Unternehmenskunden und deren Bedürfnissen gegenüber nämlich wenig kooperativ. Das Umsetzen firmenweiter Sicherheitsregeln ist deshalb nur umständlich möglich. Dafür allerdings können die Autoren nichts. Sie versuchen, aus diesem Dilemma mit ihren allgemeinen Hinweisen das praktisch Beste zu machen.

Das Buch endet mit Kapiteln über die Wirtschaftlichkeit des iPad-Einsatzes sowie über Einsatzmöglichkeiten für das iPad und wagt zum Abschluss einen Ausblick auf die Konkurrenz. Diese insgesamt 14 Seiten sind ähnlich schwierig wie die Einstiegskapitel: Die Frage ist wieder, wen man damit überzeugen möchte angesichts eines Hypes, der nach Wirtschaftlichkeit und Einsatzszenarien - wenn überhaupt - ganz am Ende fragt. Besonders die Übersicht über die Konkurrenz ist in Buchform zudem mehr als zweifelhaft. Der Markt ändert sich so schnell, dass er sich für das Verewigen zwischen Buchdeckeln schlicht nicht eignet. Und so wirkt es am Ende ein wenig wie Seitenschinderei, was die drei Autoren da zusammen tragen.

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