Apple iPad

Kein Business-Nutzen

Das iPad spielt keine Rolle

27.06.2011, von Nicolas Zeitler

Nur jedes vierte Unternehmen befasst sich bisher mit dem Thema Tablet-PC. Eine Umfrage von PAC korrigiert das Bild vom omnipräsenten iPad.

Die Unternehmen, die Tablets nutzen oder über den Einsatz nachdenken, sind bisher in der Unterzahl.Vergrößern
Die Unternehmen, die Tablets nutzen oder über den Einsatz nachdenken, sind bisher in der Unterzahl.
Foto: PAC

Für die meisten Unternehmen spielen Tablet-PCs wie das iPad keine Rolle. Mit diesem Befund widerspricht eine Umfrage der Marktanalyse- und Strategieberatungsgesellschaft Pierre Audoin Consultants (PAC) dem Bild, das Medienberichte mitunter entstehen lassen. Analysten erzählen vom großen Druck auf IT-Verantwortliche durch Firmenchefs und junge Mitarbeiter, die unbedingt mit den neuen Geräten arbeiten wollen. CIOs wie Martin Petry von Hilti berichten, dass sie die Firmennetzwerke auch für privat angeschaffte iPads öffnen.

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CIO Martin Petry über die IT-Strategie bei Hilti

Projekte wie das von Petry sind natürlich real, nur zeigen sie offenbar eher die Strategie einzelner Vorreiter, als dass sie einen Trend widerspiegeln, der schon in der Breite angekommen ist. Für drei Viertel der 151 von PAC befragten IT-Entscheider aus deutschen Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern sind Tablet-PCs als Arbeitsgerät jedenfalls derzeit kein Thema - nicht einmal theoretisch. 16 Prozent der Befragten nutzen nach eigener Auskunft Tablets. Vier Prozent haben konkrete Pläne für die nächsten zwei Jahre. Sieben Prozent sagten, dass darüber diskutiert werde.

Gegenüber Kunden innovativ wirken

Kleinere Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern finden Tablets laut der von Microsoft in Auftrag gegebenen Umfrage etwas häufiger attraktiv als größere. Von ihnen haben 18 Prozent schon Tablets im Einsatz. Von großflächigen Szenarien kann aber noch bei keinem der Studienteilnehmer die Rede sein: Die Befragten nannten Zahlen zwischen einem und 13 Stück.

Die IT-Verantwortlichen der Tablet-Nutzer und -Interessenten sehen den Vorteil solcher Geräte am häufigsten darin, dass sie darauf webbasierte Anwendungen leichter nutzen könnten als auf anderen. Zweitwichtigster Grund ist eine Art Show-Effekt: 88 Prozent gaben an, sie wirkten mit einem Tablet gegenüber Kunden und Partnern innovativ und professionell.

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