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Nutzen umstritten

Privat-IT am Arbeitsplatz: Mythen und Realität

30.04.2012, von

Ein Business-Nutzen durch BYOD ist zwar möglich, aber keineswegs selbstverständlich. Eine Studie von Freeform Dynamics zeigt den Alltag in Unternehmen auf.

Es sind vor allem IT-Mitarbeiter, die mit privaten Endgeräten arbeiten wollen. Dahinter folgt die Chefetage.Vergrößern
Es sind vor allem IT-Mitarbeiter, die mit privaten Endgeräten arbeiten wollen. Dahinter folgt die Chefetage.
Foto: Freeform Dynamics

In den meisten Firmen fehlt es an Richtlinien für den Umgang mit privaten Endgeräten. Deren Nutzen fürs Geschäft wird zwar gebetsmühlenhaft propagiert, ist aber keineswegs evident. So lauten zwei Befunde einer insgesamt sehr nüchternen Studie von Freeform Dynamics über das Phänomen Konsumerisierung der IT. Obwohl es also an klaren Belegen für den positiven Charakter dieser Entwicklung fehlt, ist sie laut Analyst Dale Vile nicht aufzuhalten: Der Geist sei schon deshalb aus der Flasche, weil sich Top-Manager den Gebrauch ihrer Smartphones und Tablets nicht von der IT verbieten lassen.

Auf Basis einer Befragung von 1600 IT- und Business-Entscheidern aus Großbritannien, den USA und anderen Regionen zielt die Studie darauf ab, einige Mythen über das heißgekochte Thema "Consumerisation" zu entkräften. Autor Vile stellt hierzu klar, dass es sich keineswegs um einen künstlichen Hype handle. Im Gegenteil: Der zunehmende und "inoffizielle" Einsatz persönlicher Technologie und an Endverbraucher gerichteter Internet-Services in den Firmen sei sehr real.

"Es geht dabei aber nicht nur um schillernde Apple-Kits, wie viele uns glauben machen wollen", heißt es in der Studie. "Die Aktivität umspannt eine Reihe verschiedener Geräte, unter denen Heimrechner und windows-basierte Notebooks vorherrschend sind." Unter den Services ragten Instant Messaging und Social Media heraus.

Etwa die Hälfte der Firmen befürwortet die Konsumerisierung der IT laut Studie ausdrücklich nicht, insbesondere wegen Bedenken in Punkto Sicherheit, Datenschutz, Compliance und Support. Das verhindere das beklagte Verhalten der Mitarbeiter allerdings nicht – auch dann nicht, wenn es formal untersagt werde. "Eines der größten Hindernisse gegen Kontrolle ist der Umstand, dass Top-Entscheider oft am stärksten daran interessiert sind, frei das zu nutzen, was sie wollen", so Vile. "Zu dieser Gruppe Nein zu sagen, ist schwierig."

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