Near Field Communication

Die Technik hinter NFC

08.06.2012, von Jürgen Hill

Angesichts der Euphorie, die einige Anbieter in Sachen NFC verbreiten, mutet die Technik fast wie Voodoo-Zauber an. Dabei unterscheidet sich NFC gar nicht groß von anderen Techniken, etwa RFID, bietet aber mehr Sicherheit.

Bei der NFC-Technik handelt es sich im Grunde schon um einen Oldie. Die Grundlagen für Near Field Communication wurden bereits im Jahr 2002 entwickelt. Urheber waren NXP (dahinter steht der 2006 ausgegliederte Halbleiterbereich von Philips) und Sony. NFC definiert einen internationalen Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Strecken. Je nach Quelle ist von Maximalreichweiten zwischen zehn und 50 Zentimetern die Rede. In der Praxis werden Entfernungen um die zehn Zentimeter als realistisch betrachtet.

Die Übertragung erfolgt per Funk, wobei üblicherweise die Frequenz 13,56 Megahertz verwendet wird. Die Kommunikation erfolgt dabei entweder verbindungslos oder verbindungsbehaftet. Die verbindungslose Nutzung ist nach üblicher Definition ein passives Verfahren mit einem stromlosen NFC-Tag. Es gilt als nicht sicher gegen Attacken von Dritten. Auf diesen NFC-Tags können je nach Ausführung zwischen 64 Byte und 32 KB gespeichert werden.

Anders sieht es dagegen bei der aktiven, der verbindungsbehafteten Variante aus, bei der zwei gleichwertige Transmitter (etwa zwei |Smartphones| oder ein Smartphone und ein Point-of-Sale-Terminal) miteinander kommunizieren. Diese etwa für Bezahlvorgänge konzipierte Lösung berücksichtigt Sicherheitsfunktionen, die direkt in die |Hardware| integriert werden. Gerade diese Sicherheitsfunktionen sind ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber der einfacheren |RFID|-Technik. Passiver und aktiver Modus unterscheiden sich noch in einem weiteren Punkt: Passiv genutzt erhält ein NFC-Device seine Energie per Funk, während ein aktives Gerät immer eine Stromversorgung benötigt.

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