19.06.2012, von Nicolas Zeitler
Das neue Surface-Tablet könnte bei klassischer Büroarbeit glänzen und gut verwaltbar sein. Die Marktchancen bewerten Analysten gleichwohl kritisch.
| Das Microsoft Surface beherbergt in seiner Schutzhülle eine Tastatur. Foto: Microsoft |
Ist Microsoft Surface das Tablet, auf das Business-Anwender gewartet haben? Zumindest zwei äußere Merkmale lassen es auf den ersten Blick außer für den Konsum von Medieninhalten als geeignet für klassische Büroarbeit erscheinen.
Das mobile Gerät, das die Redmonder am Montag nach einer Apple-ähnlichen, geheimnisvollen Vorankündigung in Los Angeles vorgestellt haben, hat zum einen auf der Rückseite einen ausklappbaren Ständer. Und die abnehmbare Schutzhülle, mit der sich die Anzeigefläche vor Kratzern bewahren lässt, enthält ein vollwertiges Keyboard. Längere Texte dürften sich also mit dem Microsoft Surface ähnlich gut schreiben lassen wie auf einem klassischen Notebook.
Dass Microsoft es mit seinem Tablet sowohl auf die Zielgruppe der Privatnutzer als auch auf Profi-Anwender abgesehen hat, wird deutlich an den beiden Versionen, in denen das Surface auf den Markt kommen soll. Der eine Typ wird auf dem Betriebssystem Windows 8 Pro laufen. Diese Variante des angekündigten neuen Betriebssystems wird laut Hersteller über die Basisversion hinaus zusätzliche Funktionen für Geschäftsanwender enthalten, etwa für Verschlüsselung, Virtualisierung und PC-Management.
Die zweite Surface-Variante läuft auf Windows RT (RT steht für Runtime), einer neuen Windows-Version für mobile Geräte auf Basis von im Tablet-Markt dominierenden ARM-Prozessoren. Mit der Aussage "Der Surface ist ein PC. Der Surface ist ein Tablet. Und der Surface ist etwas ganz Neues" unterstrich Microsoft-Chef Steve Ballmer bei der Präsentation das Ansinnen, sowohl einen mobilen Arbeitsrechner als auch ein Gerät für typische Tablet-Nutzer auf den Markt zu bringen.