Blackberry

Service- und Gerätetest

Westfälische Antwort auf den Blackberry

24.09.2007, von Arvid Kaiser

Die ganze Business-Welt huldigt dem Blackberry, der Mobil-Droge aus Kanada. Die ganze? Nein. Ein kleines Start-up aus dem Westfälischen bietet eine Alternative für kleine und mittlere Unternehmen. Wir haben das Gerät getestet.

So viel Service gibt es selten: Ein Anruf bei der Hotline, und der Geschäftsführer persönlich nimmt ab. Nicht nur das - er kümmert sich selbst darum, alle technischen Fragen zu klären und ruft zur Kontrolle von sich aus an, ob nun alles klappt. So sieht es aus, wenn ein Mittelständler wie Christian Schröder aus der westfälischen Gemeinde Steinhagen sich anschickt, einem Weltmarktführer Konkurrenz zu machen.

Es geht um ein Milliardengeschäft, das automatische Weiterleiten von E-Mails an mobile Empfangsgeräte, genannt Pushmail. Der kanadische Hersteller Research in Motion hat bereits acht Millionen seiner Blackberry-Geräte verkauft. Der Marktanteil reicht für eine absolute Mehrheit, Blackberry ist zum Inbegriff der Erreichbarkeit rund um die Uhr geworden.

Selbst große Namen der IT-Branche mühen sich bislang vergeblich, den Kanadiern den Rang abzulaufen. Nokia , Motorola und Acer haben eigene Empfangsgeräte auf den Markt gebracht, die alles das können sollen, was Blackberry auch kann. Microsoft vertreibt sein Betriebssystem Windows Mobile, das auf verschiedenen Geräten mobiles Internet ermöglicht, über eine Vielzahl kleiner Partner mit eigenen Pushmail-Diensten. Der deutsche Webmail-Marktführer 1&1 (GMX, Web.de, Tochterunternehmen von United Internet ) bietet mobiles Internet als Paketlösung mit einem kleinen, handlichen Gerät namens Pocket-Web an. Google verschickt Mails seiner Webmail-Kunden kostenlos an jedes beliebige Mobiltelefon.

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Dieser Artikel erscheint mit freundlicher Genehmigung von manager-magazin.de.
Foto: manager-magazin.de

Trotzdem feiern die Kanadier munter weiter Absatzrekorde. Vor allem unter Führungskräften ist Blackberry ein Must-have - obwohl immer wieder Bedenken laut werden, etwa wegen dauernder Prozesse um Lizenzen für einzelne Blackberry-Funktionen oder Zweifeln an der Sicherheit der Daten. Zudem verfügen die meisten Blackberrys nicht einmal über Zugang zum UMTS-Netz.

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