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| Die unsichtbare Revolution | |
| Zwei Stunden statt zwei Tage | |
| Gewinn durch fehlerfreie Daten | |
| Datenschutz ist kein Problem | |
11.03.2010, von Christoph Lixenfeld
| Die Hälfte aller Inventurverluste ist nicht auf Diebstähle zurückzuführen, sondern auf Fehlbuchungen und Irrtümer. |
Aber: Die Hälfte aller Inventurverluste ist nicht auf Diebstähle zurückzuführen, sondern auf Fehlbuchungen und Irrtümer. Besonders bei Kleidungsstücken, die immer "gehen", die jeder Händler ständig in allen Größen vorrätig haben muss, weiße Blusen etwa oder Jeans. "Bestandsungenauigkeiten in diesem Bereich sind ein Riesenproblem", sagt von Grone.
Ein Beispiel: Durch Erfassungsfehler beim Lesen des Strichcodes glaubt die Warenwirtschaft, es sei noch eine Jeans in Größe 38 am Lager. Das System bestellt deshalb nicht nach. Das Personal sucht danach, findet nichts, glaubt aber zunächst dem System. Und kann deshalb der ersten Kundin, wenn es schlecht läuft, auch der zweiten und dritten, die Hose nicht verkaufen. Der Umsatz ist verloren. Die RFID-Technik macht keine oder zumindest viel weniger solcher Fehler.
Und der Datenschutz? "Der Einzelhandel ist eigentlich das schlechteste Beispiel für Gefährdungen durch RFID, weil die Tags keine persönlichen Daten über jemanden enthalten, sondern nur über ein Produkt", sagt Harald Kelter, Sicherheitsexperte beim BSI, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Und sogar die Produktinformationen lassen sich entfernen. Gerry Weber schreibt auf seine Pflegeetiketten (in Englisch): "Enthält RFID. Vor dem Tragen entfernen." Und auf Wunsch wird das Etikett mit dem Tag darauf sogar nach dem Kauf noch im Geschäft herausgeschnitten.
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