Einige CIOs trennen ihre Telefonie-Netze

Bei VoIP gerät Sicherheit in den Fokus

08.10.2008, von Werner Kurzlechner

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Die Zahl der VoIP-Anwender ist hier in diesem Jahr zwar um 0,3 Prozent-Punkte auf 33,5 Prozent gestiegen. Genauso wächst aber die Zahl der Firmen, die der Internet-Telefonie eine deutliche Absage erteilen. 39,3 Prozent sagen, dass sie VoIP derzeit nicht einsetzten und dies auch in der Zukunft nicht planten. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 1,6 Prozent-Punkte.

Steria Mummert: Auf Firewalls achten

Bislang habe das Thema Sicherheit bei den Planungen eine untergeordnete Rolle gespielt, so Steria Mummert. "Trotz eines ähnlichen Bedrohungsszenarios schätzten Unternehmen die Risiken von VoIP deutlich geringer ein als beim klassischen Datenverkehr", heißt es in der Studie. Doch nun beginnen die Firmen, hier sensibler und vorsichtiger zu handeln. Und das offenbar aus gutem Grund. Schon im vergangenen Jahr habe sich die Zahl der VoIP-Risiken verdoppelt. "Für 2008 gehen Sicherheitsexperten von einer weiteren Zunahme um bis zu 50 Prozent aus", so Steria Mummert.

Konkret bedeutet das, dass potenzielle Kunden die VoIP-Kostenvorteile länger gegen die eventuellen Risiken abwägen. Ein Verzicht auf die relativ sichere und vor allem fortschrittliche Technologie erscheint aber auch nicht unbedingt als wünschenswert. Die IT-Abteilungen seien gefordert, das Unternehmensnetz ganzheitlich abzusichern. Insbesondere die eingesetzten Firewalls müssten VoIP unterstützen. Bei der Sprachübertragung würden künftig Verschlüsselungs-Techniken eine größere Rolle spielen, schreiben die Berater.

Sie schieben indes eine Warnung hinterher: "Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen dürfen allerdings nicht zu Lasten der Netzqualität gehen. Die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Sprachkommunikation ist in Unternehmen unverzichtbar. Der Ausfall der Telefonanlage kann gravierende Folgen für die Geschäftsprozesse haben." Einige CIOs gingen deshalb schon dazu über, ihr IP-Netz vom klassischen Telefon-Netz zu trennen. Damit bannen sie gleich zwei Gefahren: Hacker-Angriffe und das Risiko einer Server-Überlastung. "Dieses Vorgehen geht allerdings zu Lasten der Kostenersparnisse durch VoIP", so Steria Mummert. "Wichtigste Herausforderung für Unternehmen ist somit, sichere Daten- und VoIP-Netze ohne Qualitätseinbußen zu gewährleisten."

Die Berater befragten für die Studie "IT-Security 2008" 468 IT-Verantwortliche aus Deutschland.

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Steria Mummert, Nemertes, Unified Communications, Voice over IP
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