Gartner-Ratschläge

8 Beziehungstipps fürs Outsourcing

26.09.2011, von Kolja Kröger

Drum prüfe, wer sich länger bindet: Gartner nennt Rezepte für die Wahl des richtigen Outsourcing-Dienstleisters – von Selbstdiagnose bis Korruption.

Outsourcing ist wie eine Ehe - und verlangt nach Beziehungspflege.Vergrößern
Outsourcing ist wie eine Ehe - und verlangt nach Beziehungspflege.
Foto: Michael Kempf - Fotolia.com

Geduld und Leidensfähigkeit sind das Geheimnis einer langen Ehe. Außerdem muss man sich gegenseitig ergänzen, oft miteinander reden und sich selbst gut kennen. Gleiches gilt, glaubt man Gartner, für die Beziehung eines Unternehmens mit seinem Outsourching-Anbieter - auch wenn es bei IT-Projekten eher um Lebensabschnittgefährten geht. Acht Beziehungstipps gibt das Beratungshaus in seinem Papier "Eight Best Practices in Supply Chain Outsourcing". Damit jeder Topf seinen Deckel findet.

  • Abstimmen: Oberste Priorität hat laut Gartner, die Outsourcing-Strategie auf die eigene Wertschöpfungskette einzustellen. Hohe Stückzahlen und geringe Kosten in der eigenen Produktion bedürfen meist eines anderen Outsourcing-Partners als eine Kette, die auf Flexibilität eingestellt ist und die Möglichkeit hat, dem Kunden maßgeschneiderte Lösungen zu liefern. Man muss sich also zwischen Effizienz und Agilität seines Partners entscheiden - was sich im Preis niederschlagen kann.

Ein Topf braucht den richtigen Deckel

  • Mit dem Alter wird man reifer: In der Unternehmenswelt spricht man allerdings lieber von Firmengröße und Reifegrad. Den sollte man kennen, um die richtige Outsourcing-Strategie festzulegen. Fortgeschrittene Unternehmen, deren Wertschöpfungskette höchst nachfrageorientiert ist, können eher auf strategisches Outsourcing setzen als Firmen, die vor allem an der eigenen Kostensenkung arbeiten.

  • Topf und Deckel: Bevor man auf Brautschau geht, sollte man die eigenen Kernkompetenzen definieren - um zu sehen, wo es Überschneidungen mit potenziellen Partnern gibt. Welche Dienste gehören zu seinem Kerngeschäft - und welche weniger? So finden sich Partner, die sich gegenseitig ergänzen können.

Branimir Brodnik, microfin Unternehmensberatung GmbH - 27.09.2011 20:29
Was Gartner hier sagt, ist zwar nicht ganz neu, aber unverändert richtig und wichtig. Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen: Ohne gute Beziehungen funktionert kein Outsourcing auf Dauer. Wir haben schon vor mehreren Jahren in einer Studie (“Gestaltung partnerschaftlicher Outsourcingbeziehungen”, ISBN 978-3898219266) festgestellt, dass bei bei der Auslagerung von Anwendungen und Prozessen gegenseitiges Vertrauen und Verständnis eine mindestens ebenso wichtige Rolle spielen wie die Qualität von Verträgen. Basis einer guten Zusammenarbeit sind gegenseitiges Vertrauen und Verständnis. Für die Praxis bedeutet das: Ein gut ausgearbeiteter Outsourcing-Vertrag muss sein. Aber die soziale Komponente ist mitentscheidend. Auch ein noch so perfektes Vertragspapier kann nicht alle Eventualitäten der Zukunft beschreiben – und auch keine kulturellen Unterschiede überbrücken. Ein Faktor, der gerade im Offshoring gerne unterschätzt wird. Branimir Brodnik, Geschäftsführer microfin Unternehmensberatung
Jetzt den CIO Exklusiv Newsletter bestellen!
Weitere Inhalte zu:
Supply Chain Management, Outsourcing, Service Level Aggreement, Dienstleister, Gartner
Newsletter von CIO.de
Exklusiv
Exklusiv Blackberry
Wirtschaftsmeldungen
Karriere
Security
Dynamic IT
Healthcare IT
Whitepaper
IT-Berater
Retail-IT
Finance-Forum
SAP

UMFRAGE
Vor dem EuGH wird über den Handel mit Gebraucht-Lizenzen gestritten. Nutzen Sie Second-Hand-Software?
Ja, in großem Umfang. Das spart viel Geld.
Nur für wenige Anwendungen.
Nein, das Angebot erfüllt unsere Bedürfnisse nicht.
Nein, die Rechtslage ist zu unsicher.
Wir evaluieren das gerade erst.
» Abstimmen

SERVICE