Probleme bei IT-Sicherheit

Kein Plan gegen Social-Media-Angriffe

18.03.2011, von Andrea König

Applikationen und mobile Geräte lösen bei IT-Sicherheitsexperten am häufigsten Bedenken aus. Bei Cloud Computing fehlt ihnen noch Fachwissen, wie die Global Information Security Workforce Study herausfand.

Für den umfassenden Schutz von Cloud-basierten Technologien wären Fachkenntnisse notwendig, sagen die Befragten.Vergrößern
Für den umfassenden Schutz von Cloud-basierten Technologien wären Fachkenntnisse notwendig, sagen die Befragten.
Foto: Luiz - Fotolia.com

IT-Sicherheitsexperten stehen unter Druck. Sie müssen immer mehr leisten und längst nicht mehr nur die Systeme und Daten von Unternehmen hüten. Auch die Reputation, die Endnutzer und die Kunden sollen durch Sicherheitsmaßnahmen geschützt werden. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Global Information Security Workforce Study von (ISC)2, einem Unternehmen zur Ausbildung und Zertifizierung von IT-Sicherheitsfachkräften.

Als die Studienautoren von der Unternehmensberatung Frost & Sullivan, die die Studie durchführten, vor drei Jahren schon einmal IT-Sicherheitsspezialisten befragten, waren diese weniger mit den Sicherheitsanliegen von Kunden beschäftigt als heute. Nicht verändert hat sich, dass viele ITler ihre Zeit mit Compliance, internen Sicherheitsfragen und der Untersuchung neuer Technologien verbringen.

Von den befragten 10.000 IT-Sicherheitsexperten nennen 73 Prozent die Angreifbarkeit von Applikationen als größte Gefährdung für Unternehmen. Als zweitgrößte Gefährdung sehen die Umfrageteilnehmer mobile Geräte (66 Prozent). In diesem Bereich wird allerdings schon viel geleistet: Die Studienautoren berichten, dass viele Unternehmen hier bereits mit Strategien und Tools arbeiten, um sich gegen mobile Bedrohungen zu schützen.

Als drittgrößte Gefährdung werden Viren und Würmer genannt (65 Prozent), an vierter interne Mitarbeiter (63 Prozent). Hacker werden als fünftgrößte Gefährdung angesehen (55 Prozent).

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