Malware Top 10

Adware und Trojaner häufigste Schädlinge

16.11.2011, von Kolja Kröger

Trojaner und Adware-Schädlinge kämpfen laut Bitdefender um den Titel des häufigsten IT-Bösewichts. In der Rangliste hält sich auch der alte Bekannte Conficker.

"Seit Anfang des Jahres konkurrieren Adware-Threats und Trojaner um die Spitzenposition in den Schädlings-Top Ten für Deutschland", meldet der Security-Anbieter BitDefender. Aktuell, das heißt nach dem dritten Quartal, hat sich der Adware-Schädling "Gen:Variant.Adware.Hotbar.1" an die Spitze gesetzt. Datengrundlage ist ein Virus-Reporting-System des Anbieters, das in Echtzeit Informationen über Malware nach Ländern und Regionen aufzeichnet.

Dies ist die aktuelle E-Threat-Hitparade:

Die zehn häufigsten Bedrohungen und ihre Anteile am gesamten Schädlingsaufkommen.Vergrößern
Die zehn häufigsten Bedrohungen und ihre Anteile am gesamten Schädlingsaufkommen.
Foto: BitDefender

1. Gen:Variant.Adware.Hotbar.1 installiert eine Toolbar im Browser und öffnet Pop-Up-Fenster mit Werbeanzeigen. Er liest das Onlive-Verhalten des Nutzers mit und stellt auf dieser Grundlage ein individuelles Profil zusammen. Sein Ziel: Den User zu bestimmten Werbeseiten und Online-Shops weiterleiten.

2. Conficker ist ein alter Bekannter. Der Wurm, der mit bürgerlichem Namen Win32.Worm.Downadup.Gen heißt, ist schon seit 2008 unterwegs. Die BitDefender-Beschreibung: "Er hindert User daran, Updates für das Betriebssystem oder die vorhandene Antiviren-Software zu installieren, indem er den Zugriff auf die entsprechenden Webseiten blockiert. Zudem lädt der auch als 'Kido' bezeichnete Schädling gefakte Sicherheitssoftware auf den Rechner."

3. Dropped:Adware.Yabector.B ist ein mit dem Erstplatzierten verwandter Adware-Fiesling. Er setzt sich ebenfalls im Browser fest und lotst den User zu Shops und Werbeseiten.

4. Exploit.CVE-2010-1885.C ist ein Eindringling, der Hackern die Tore auf den Rechner öffnet, damit sie Malware aufspielen können. Dafür nutzt er eine Lücke im HCP-Protokoll aus.

5. Worm.Autorun.VHG funktioniert ähnlich wie der alte Hase Conficker. Er versteckt sich auf Wechseldatenträgern - also USB-Sticks oder externen Festplatten - und startet per Windows-Autorun-Funktion, sobald man den PC hochfährt.

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