Geht der noch?

Wie Sie alte USB-Sticks auf Fehler überprüfen

24.01.2013, von David Wolski

Findet man alte USB-Sticks unerhofft wieder, stellt sich die Frage, ob das Gerät denn noch fehlerfrei funktioniert. So können Sie das schnell und einfach überprüfen.

Geht der noch? Wie Sie herausbekommen, ob der USB-Stick noch richtig funktioniert, lesen Sie in unserem Artikel.Vergrößern
Geht der noch? Wie Sie herausbekommen, ob der USB-Stick noch richtig funktioniert, lesen Sie in unserem Artikel.
Foto: René Schmöl

Bei gut abgestandenen USB-Datenträgern aus dem hintersten Winkel der Schublade ist immer fraglich, wie gut – oder schlecht – es um die Datensicherheit bestellt ist. Bevor Sie einem alten USB-Stick wichtige Daten anvertrauen, die beim nächsten Zugriff schon nicht mehr richtig lesbar sind, sollten Sie diese einem kleinen Test unterziehen.

Wenn begründete Zweifel bestehen, dass die Datensicherheit wegen Altersschwäche oder Beschädigung nicht mehr unbedingt gegeben ist, hilft ein Prüfsummenvergleich von testweise kopierten Dateien. Prüfsummen sind einmalige Zeichenketten, die ein Prüfsummenprogramm recht schnell aus einer beliebigen Menge von Daten errechnet. Für einen Datenträgertest erstellen Sie erst eine Prüfsumme einer ausreichend großen Originaldatei auf Ihrem PC und dann die Prüfsumme der kopierten Datei auf dem USB-Stick. Sind beide Summen identisch, ist die Integrität der kopierten Datei bestätigt und der Stick ist noch in Ordnung.

Zuerst benötigen Sie eine ordentlich große Datei, um den USB-Stick auch gut voll zu bekommen. Dafür eignet sich eine umfangreiche Videodatei. Falls nichts Größeres zur Verfügung steht, können Sie in der Eingabeaufforderung mit zwei Befehlen auch selbst Testdateien erstellen. Halten Sie dazu die Windows-Taste und drücken R, geben dann den Befehl cmd ein und drücken Enter. Danach tippen Sie Folgendes ein:

echo "Dies ist eine Testdatei" > test.dat
gefolgt von Enter ein, um eine kleine Testdatei mit bescheidenen 28 Byte zu erstellen. Und mit diesem Befehl machen Sie die Datei durch die rekursive Wiederholung des Inhalts richtig groß:
for /L %i in (1,1,25) do type test.dat >> test.dat

Dieser harmlose Befehl erstellt eine Datei mit einem Gigabye. Sollten Sie zwei Gigabyte benötigen, ändern Sie den Wert "25" in diesem Befehl einfach auf "26". Für vier Gigabyte geben Sie den Wert "27" ein. Vorsicht mit höheren Werten, die Dateigröße wächst exponentiell! Da sich damit das komplette System in kurzer Zeit zumüllen lässt, ist der Befehl eher ein Kandidat für den Giftschrank.

Frank - 24.01.2013 14:37
for /L %i ist falsch, es muss heißen: for /L %%i in (1,1,25)
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