Sicherheitsrisiko

Zeitbombe Windows XP

15.02.2013, von Christof Kerkmann

Viele Unternehmen nutzen noch das Uralt-Betriebssystem Windows XP. Wenn Microsoft bald die Unterstützung einstellt, drohen ihnen böse Sicherheitslücken. Für eine Umstellung ist es womöglich schon zu spät.

Ein Bild aus einer anderen Zeit: Als Microsoft Windows XP vorstellte, mischte Firmengründer Bill Gates noch kräftig mit. Vergrößern
Ein Bild aus einer anderen Zeit: Als Microsoft Windows XP vorstellte, mischte Firmengründer Bill Gates noch kräftig mit.
Foto: Microsoft

Als Windows XP im Jahr 2001 auf den Markt kam, sah die Technikwelt noch anders aus: Während erste Manager und Banker auf Blackberrys herumtippten, legte Apple letzte Hand an den iPod. Kameras bannten die Fotos noch auf Zelluloid. Und weil die Dotcom-Blase gerade mit einem lauten Knall geplatzt war, hielt so mancher das Internet für ziemlich überschätzt.

Seitdem hat sich die Technikwelt rasant weiterentwickelt, sie ist vernetzter und mobiler geworden. Trotzdem setzen viele Unternehmen immer noch das Uralt-Betriebssystem von Microsoft ein. Was ihnen vermutlich nicht bewusst ist: Sie sitzen auf einer tickenden Zeitbombe. Denn Windows XP ist ein Sicherheitsrisiko.

Die 2001 veröffentlichte Software ist für die Bedrohungen des Web-2.0-Zeitalters nicht ausgelegt. "Windows XP basiert auf einer Sicherheitsarchitektur, die nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht", sagt Oliver Gürtler, Chef der deutschen Windows-Sparte.

Christen - 05.03.2013 09:07
Hallo, wieso soll XP über Nacht ein Sicherheitsrisiko werden? Bloß weil es Microsoft so will? Ich kenne noch einige Rechner, bei denen W2000 so zum Beispiel Medizintechnik steuert. Auch bei uns ist eine solche alte Kiste im Einsatz, ohne Probleme und aktiv im wilden-weiten-web. Wer natürlich allen Krampf anklickt, braucht sich nicht zu wundern, wenn der Rechner verseucht wird. Es gab, seit anno MS-DOS 1.0, nur zwei Betriebssysteme, die ich zum Teufel wünschte. Windows-NT und ME.
Leser - 19.02.2013 14:33
Jetzt läßt sich BMW schon von Matchbox beliefern - ähm, CIO.de kauft IT-Artikel von Handelsblatt. Irgendwie scheint der Artikel ein Advertorial von MS gewesen zu sein. Ich kennen z.B. keine Personalsoftware die nicht unter XP läuft. Wäre ja auch schlecht für einen Anbieter wenn, wie der Artikel ja auch festhält, doch noch einige Unternehmen auf XP setzen.
Andreas Hoffmann - 18.02.2013 16:15
Neue Prozessoren "etwa dem iPad, künftig aber auch im Surface, den Microsoft selbst auf den Markt bringt." Na, wer hat denn da alte Quellen zusammenkopiert? Dieser Handelsblatt Artikel ist wohl doch schon etwas betagt. Das ARM-Surface ist ja schon eine ganze Weile zu haben :)
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