Rolle des CIO

Datenschutz und Sicherheit

Chefs halten CIOs für verantwortlich

28.08.2009, von Nicolas Zeitler

Nur jeder dritte Manager glaubt, Sicherheitsexperten könnten Datenverluste verhindern. Ihr Sicherheitsbudget würden 44 Prozent der Führungsleute gern erhöhen.

Wenn ein Unternehmen Probleme mit dem Datenschutz hat, ist der CIO schuld. Zumindest sehen das laut einer Umfrage des amerikanischen Ponemon Institute unter Führungskräften 53 Prozent der CEOs so. Andere Manager aus der Führungsebene halten den IT-Chef nur halb so oft für den Verantwortlichen in solchen Fällen. Als Datenschutz-Zuständige genannt wurden außerdem häufig CISOs und CPOs. Insgesamt gibt es in 79 Prozent der Firmen einen ausgewiesenen Verantwortlichen für Datenschutz-Fragen.

Das Vertrauen in die Sicherheitsexperten scheint gleichzeitig nicht überall da beste zu sein. So sind nur 36 Prozent der Befragten sich sicher, innerhalb der nächsten zwölf Monate nicht Opfer eines Datenverlusts zu werden. In Firmen mit einem CISO war der Anteil derer, die diese Aussage machten, mit 33 Prozent sogar noch kleiner. Die CPOs stehen dagegen öfter im Ruf, Zwischenfälle verhindern zu können. 39 Prozent der Umfrageteilnehmer, in deren Betrieb ein Chief Process Officer arbeitet, machen sich keine Sorgen über einen Datenskandal innerhalb des kommenden Jahres.

Angriffe auf empfindliche Daten haben fast alle Manager schon erlebt. Bei 31 Prozent kommen sie sogar mindestens stündlich vor. Ein weiteres Fünftel ist zumindest jeden Tag mit Eindringlingen konfrontiert. Vor allem wegen verlorener oder gestohlener Laptops oder Datenträger machen sich die Chefs Gedanken um die Datensicherheit.

Die empfindlichsten Daten sind den Führungskräften zufolge Angaben über Kunden und das im Unternehmen vorhandene geistige Eigentum. Am wenigsten schlimm wäre es für die Befragten, wenn vertrauliche Geschäftsinformationen ohne Bezug zur Finanzlage des Unternehmens in falsche Hände gelängen.

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