Xing

Web 2.0 im Unternehmen

Sicherheits-Alptraum Xing, Linkedin & Co.

29.07.2009, von Thomas Pelkmann

Web 2.0-Anwendungen erfreuen sich auch im Business immer größere Beliebtheit. Allerdings wissen die wenigsten Benutzer in Firmen von den Gefahren, die mit den interaktiven Anwendungen verbunden sind.

Nicht nur technisch gesehen ist das Internet längst ein großes Netzwerk: Über Xing, Facebook oder Linkedin schließen sich weltweit eine stark wachsende Zahl von Anwendern in Communities zusammen, tauschen über Blogs und Foren Informationen aus oder twittern in Echtzeit ihre Meinung zu aktuellen Ereignissen ins World Wide Web.

Das steigende Interesse an interaktiven Anwendungen macht auch vor Firmengrenzen nicht Halt: Immer mehr Mitarbeiter fordern von ihrer Firmen-IT den Zugang zu den sozialen Diensten des Internet. Der Security-Spezialist Websense fand in einer Umfrage in deutschen Unternehmen mit mindestens 250 PC-Usern heraus, dass aus den Fachbereichen IT (38 Prozent), Vertrieb (35 Prozent) und Marketing (29 Prozent) der Druck am größten ist, Web 2.0-Anwendungen für die Beschäftigten freizugeben. Selbst jede dritte Führungskraft spricht sich der Umfrage zufolge für den freien Zugang ins Netz aus.

Die meisten Unternehmen finden es sinnvoll, ihren Mitarbeitern Web 2.0-Anwendungen zugänglich zu machen. Eine Minderheit der CIOs empfindet die Administration dieser Tools aber als Alptraum.Vergrößern
Die meisten Unternehmen finden es sinnvoll, ihren Mitarbeitern Web 2.0-Anwendungen zugänglich zu machen. Eine Minderheit der CIOs empfindet die Administration dieser Tools aber als Alptraum.

Der überwiegende Teil der Unternehmen (rund 80 Prozent) stimmt diesem Ansinnen auch zu, sogar zwei Drittel der deutschen IT-Manager sind dafür. Allerdings hält das letzte Drittel der Befragten die Administration dieser Zugangsmöglichkeiten schlicht für einen Alptraum.

Mit dieser Meinung stehen diese CIOs aber recht einsam da: Immerhin 86 Prozent der interviewten Fachkräfte glauben nämlich, dass das eigene Unternehmen gegen Angriffe aus dem Web 2.0 gut geschützt ist. Fragt man nach, müssen die meisten dennoch erhebliche Sicherheitsrisiken einräumen.

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