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| BRD-Infrastruktur aus Sicht von Cyber-Terroristen | |
| Was Bruce Willis mit der deutschen IT-Sicherheit zu tun hat | |
13.10.2009, von Christiane Pütter
Knapp 80 Prozent des Telefonfestnetzes sind in der Hand eines Anbieters und auf deutschen Desktops herrscht Monokultur. In der BRD bietet sich Cyber-Kriminellen viel Angriffsfläche, wie Sicherheitsexperten warnen. Einer von ihnen ruft nun zu Dezentralisierung auf.
| Mit der Wumme gegen Cyber-Kriminelle: In "Stirb langsam 4.0" kämpft Bruce Willis ziemlich analog gegen Hacker, die die USA lahmlegen. (Foto: 20th Century Fox) |
Was jeder Bauer weiß, sollten auch IT-Entscheider bedenken: Monokulturen ziehen Parasiten an. Der Schädling kann sich vervielfältigen und die komplette Anpflanzung vernichten. Anbieter wie die Compass Security AG warnen gar, Cyber-Terroristen könnten leicht das ganze Land lahmlegen.
Compass Security nimmt den bundesweiten Totalausfall des T-Mobile-Netzes Ende April zum Aufhänger. Fast 40 Millionen Deutsche hatten stundenlang keinen Handy-Empfang. Laut T-Mobile hat ein Software-Fehler im Home Location Register (HLR) die Störung verursacht. Das HLR verbindet die Mobilfunkstation mit der zugehörigen Mobilfunknummer. Glaubt man Compass Security, können auch Cyber-Kriminelle einen solchen Ausfall herbeiführen.
Marco di Filippo von Compass Security plädiert daher für eine Dezentralisierung. Er appelliert an IT-Entscheider, "deutsche Entwicklungen zu fördern, sich untereinander zu vernetzen und dezentral zusammenzuarbeiten. Nur so kann den Monokulturen und somit der Angriffsfläche, die die BRD bietet, entgegengewirkt werden".
Was angesichts der Zahlen, die das Kompetenzzentrum für Sicherheit (KoSiB) zusammengetragen hat, schwierig sein dürfte: 79 Prozent des deutschen Telefonfestnetzes sind in fester Hand eines Anbieters. Zudem besteht eine "fast hundertprozentige" Abhängigkeit von den USA und von dort stammenden Monopolisten wie Intel, IBM, Cisco, HP und Microsoft.
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