PAC-Kommentar

SAP HANA im Analystenurteil

26.09.2012, von Frank Niemann 

Die Erwartungen an HANA sind hoch. Doch das SAP-Produkt ist noch neu und nicht ganz ausgereift. Frank Niemann von PAC zieht ein erstes Fazit.

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Frank Niemann ist Principal Consultant Software Markets bei PAC Deutschland.
Foto: PAC

Wo liegen die technologischen Vorteile von HANA (High Performance Analytic Appliance) und wie können Unternehmen daraus einen Geschäftsnutzen ziehen? Auf den ersten Blick scheint das ganz einfach, zumindest für SAPs Chief Operating Officer (COO) Gerhard Oswald, der empfiehlt, mit HANA nicht einfach nur bestehende Prozesse zu beschleunigen, sondern die Geschwindigkeit und Flexibilität von HANA zu nutzen, um Prozesse umzugestalten.

So könnten Unternehmen, die sich heutzutage damit schwer tun, einen KPI innerhalb einer vernünftigen Zeitspanne zu erstellen bzw. anzupassen (manche sprechen von Monaten) mit HANA einen KPI in einem Bruchteil der Zeit hinzufügen bzw. anpassen.

SAPs Verlautbarungen rund um HANA wecken hohe Erwartungen. Um die Vorteile von HANA jedoch voll ausschöpfen zu können, genügt es aber nicht, SAPs "Wunderwerk" einfach unter ein bestehendes SAP-System zu stellen. Unternehmen sollten sich überlegen, für welche Aufgaben SAPs In-Memory-Technik am Besten geeignet ist und den größten Mehrwert bietet.

3 Anwendungsszenarien für HANA

Grundsätzlich hat SAP drei Anwendungsvarianten für HANA definiert:

  • 1. Im "Beiwagenbetrieb" für Analytics (als "Analytics-Sidecar"): HANA als Unterstützung von SAP BW.

  • 2. Als "Primary Persistence": HANA als primäre Datenbank für SAP BW oder für analytische Anwendungen, wie z.B. Smart-Metering-Analytik.

  • 3. Als Plattform: HANA als alternative Datenbank für die SAP Business Suite (noch nicht verfügbar); HANA bietet eine Laufzeit- und Entwicklungsumgebung für native Anwendungen, die die Applikationsdienste und Bibliotheken der Plattform nutzen.

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