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| Green IT verkommt vom Hype- zum Nervthema | |
| Für Investitionen ist mehr nötig als nur markige Sprüche | |
| Hardware-Hersteller müssen ihre Hausaufgaben machen | |
22.04.2008, von Tanja Wolff
Seit einem guten halben Jahr steht das Thema auch bei den CIOs auf der Agenda. Viele Anwender sind bereits tatsächlich dabei, ihre Rechenzentren durch entsprechende Investitionen in Virtualisierungslösungen für Server, Storage und Netzwerk aber auch in Hardware und Klimatechnik umweltfreundlicher zu machen. Die Bereitschaft zum Investieren ist also durchaus gegeben. "Diese Bereitschaft wird aber nur dann auch in Investitionen umgesetzt, wenn die erwünschten Ziele auch tatsächlich erreicht werden und vor allem realistisch vorab dargestellt werden", sagt Schwab.
Aus Sicht der Experton Group besteht Green IT im Wesentlichen aus vier Teildisziplinen, die allesamt wichtig sind, um die IT umweltfreundlicher aber auch wirtschaftlicher zu machen: Effizientere Nutzung der Energie, Energieeffiziente Hardware und Steuerung, Energieeffiziente Kühlung und Abwärmenutzung.
Laut Studie führt nur gut ein Fünftel der deutschen Unternehmen Untersuchungen zur Energieeffizienz bei ihrer IT-Infrastruktur durch. Etwa ein Drittel setzt dafür Software ein und wiederum ein Fünftel wird dabei von IT-Dienstleistern unterstützt, wobei jedoch keiner der großen im Markt dabei besonders auffällt. Vielmehr zeichnet sich der Markt durch eine extrem starke Fragmentierung auf. Offenbar haben die meisten großen IT-Dienstleister das Thema viel zu spät entdeckt.
Der Bereich energieeffiziente Hardware wird bei vielen Firmen noch relativ stiefmütterlich behandelt. Hardware wird in den meisten Unternehmen deutlich länger eingesetzt als dies wirtschaftlich sinnvoll ist. Der CIO ist in den seltensten Fällen für den Stromverbrauch im Rechenzentrum verantwortlich. Bei der Neuanschaffung spielt die Energieeffizienz bisher kaum eine Rolle, da der Einkauf sich damit nicht auskennt. Außerdem erschweren die Hardware-Anbieter die Selektion, da keine objektiv vergleichbaren Informationen über den tatsächlichen Energiebedarf zur Verfügung stehen.
Die Experton Group geht aber davon aus, dass mit steigenden Energiepreisen auch in diesem Bereich eine Life Cycle-Betrachtung bei den Unternehmen Einzug halten wird. Damit wird sich der Druck auf die Hardware-Hersteller und den Einkauf erhöhen, verwertbare Informationen zu veröffentlichen und bei den Planungen mit einzubeziehen.
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