Hintergrund

CEO David Flynn

Flash-Speicher von Fusion-io schlägt EMC

22.03.2013, von Hartmut Wiehr

Die Flash-Speicher von Fusion-io sind Teil des Servers und steigern die Performance deutlich. Das Start-up hat sich damit gegen EMC durchgesetzt. CEO David Flynn im Gespräch.

Erst 2006 gegründet, hat sich Fusion-io schnell zu einer Art Überflieger der IT-Branche entwickelt. Das Start-up ist inzwischen börsennotiert und beliefert viele Server- und Storage-OEMs mit seiner Technologie zur Beschleunigung des Datentransfers. Der rasante Aufstieg erinnert etwas an den frühen Erfolg von Brocade, dessen Geschäftserfolg im Fibre-Channel- und SAN-Bereich (Storage Area Network) ebenfalls auf einer OEM-Strategie basierte.

David Flynn, CEO von Fusion-io, hat gut lachen: Sein Start-up hat sich schnell mit seiner Memory-Technologie am Markt durchgesetzt - sogar gegen EMC.Vergrößern
David Flynn, CEO von Fusion-io, hat gut lachen: Sein Start-up hat sich schnell mit seiner Memory-Technologie am Markt durchgesetzt - sogar gegen EMC.
Foto: Fusion-io

Mit HP, Dell, IBM, Cisco, NetApp, Fujitsu und Hitachi gehören alle großen Hersteller der Speicherbranche zu den Kunden von Fusion-io – mit einer Ausnahme: EMC. Alle der genannten Hersteller außer EMC, die auch die Hardware-Komponenten für die In-Memory-Technologie HANA von SAP bauen, benützen dafür Fusion-io-Memory. Laufen viele virtuelle Maschinen auf einem physikalischen Server, kommt ihnen ebenfalls die durch Fusion-io erhöhte I/O-Performance zugute.

Über 300 Technologie-Partner

Mehr als 300 Technologie-Partner sind es inzwischen insgesamt, erklärt David Flynn, der CEO von Fusion-io, im Gespräch mit CIO.de Drilldown Virtualisierung. Er und sein Mitgründer Rick White wollten etwas schaffen, was die Performance-Lücke zwischen Prozessoren und Festplatten überwinden sollte. Selbst schnell drehende Fibre-Channel-Festplatten können schon länger nicht mehr mithalten mit den rasanten Perfomance-Steigerungen auf der Server-Prozessor-Seite – gerade auch bei x86-Architekturen.

Flynn hatte sich mit High Performance Computing (HPC) und Super-Computern beschäftigt. Was er dort erlebte, führte schließlich zu dem Konzept von Fusion-io, wie er CIO.de berichtet. In der HPC-Welt wolle man keineswegs einen sündhaft teuren Computer im Wert von mehreren Millionen Dollars kaufen, nur um dann darauf zu warten, bis er wieder für einen Rechenjob frei ist. Selbst solche großen Maschinen seien nicht in der Lage, Daten in hoher Geschwindigkeit zu verarbeiten, da die angeschlossenen Festplatten zu langsam und das Memory zu klein seien.

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