Kritik an TPC-Benchmark

Problem Energieverbrauch von Datenbanken

25.08.2011, von

Wissenschaftler die Uni Kaiserslautern bezweifeln, dass der Standard-Benchmark die Energie-Effizienz von Datenbanken sinnvoll misst. Sie schlagen Änderungen vor.

Der Blick auf Rechenzentren und damit auch auf Datenbank-Systeme hat sich in den vergangenen Jahren verändert, so die Universität Kaiserslautern. Stand vormals allein die Leistung im Mittelpunkt, geht es zunehmend auch um Fragen der Energie-Effizienz. Knackpunkt ist die Frage, wie sich diese messen lässt.

Laut Uni Kaiserslautern hat sich dafür der Benchmark des Transaction Processing Performance Council (TPC) etabliert. In diesem Council, 1988 als Non-Profit-Organisation gegründet, erarbeiten verschiedene IT-Unternehmen standardisierter Verfahren, um die Leistungsfähigkeit von Transaktionssystemen und Datenbankmanagement-Systemen vergleichbar zu machen.

Die Wissenschaftler halten diesen Maßstab nicht für realistisch. Ihre Kritik: Die verschiedenen Benchmarks (TPC-C, TPC-E und TPC-H) erheben Energie-Werte beim Betrieb unter Volllast. Faktisch aber arbeiten Server selten unter maximaler Auslastung.

Ein Auto fährt ja auch nicht immer Vollgas

Die Forscher verdeutlichen das anhand eines alltagtauglichen Bildes: Wenn die Energie-Effizienz eines Autos beziffert werden soll, gehen die Tester ja auch nicht davon aus, dass der Fahrer die Maschine stets voll ausfährt. Denn das entspricht nicht der täglichen Praxis.

Frank@Work - 25.08.2011 08:51
Benchmarks werden benutzt um die maximale Performance darzustellen, wie KV oder PS beim Auto. Hier wird nicht von Effizienz gesprochen da die Benchmark dies nicht wiedergeben kann. Hersteller optimieren die Eigenschaften und Ausstattung der zu testenden Rechner auf maximale Performance um diese Werte zu erreichen. Dies sind normalerweise nicht alltagstaugliche oder zu teure Konfigurationen und werden so nicht im Alltag benutz, deshalb gibt es dort auch keine Alltagstauglichkeit. Wenn Energieeffizienz gefragt ist sollte man sich auf Verbrauchstests verlassen. Dort kann man eine Mittleren oder bei bestimmten Belastungen Werte Anzeigen, wie bei Waschmaschinen die bei einer Zuladung von 4 KG und 60° Wäsche diese und jene Werte erreichen. Bei Energieverbrauch könnte man die Energie bei Auslastung durch soundso viel Server die immer genau dies und jenes tun Darstellen. Bei Virtualisierung hat man Ansatzweise so versucht die Betankung der Rechner aufzuzeigen. Wirklich Energie sparen kann man aber besser durch Umstrukturierung der Services. RZ's in heißen Gegenden z.B. müssen viel mehr Energie zur Kühlung aufwenden. Die Verlagerung der RZs in kalte Gefilde würde da schon eine Menge einsparen. Alternative Energieerzeugung am RZ würde nochmals eine Menge dazu beitragen den Übermittlung und Erzeugung von Energie einzuschränken....
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