Konsolidierung weit fortgeschritten

Ballung der Anbieter im WCM-Markt

21.07.2004, von Detlef Scholz

Der weltweite Markt für WCM-Software und Services wird im Jahr 2007 etwa 2,5 Milliarden US-Dollar erreichen. Dabei wird der Umsatz mit Services etwa doppelt so hoch sein wie die Erträge durch Lizenzen. Das sind Ergebnisse eines Reports der Metagroup zum Thema Web Content Management.

Etwa 60 Prozent des WCM-Gesamtmarktes werden in Nordamerika, 30 Prozent in Europa und die restlichen zehn Prozent in anderen Regionen generiert. Bei ihren Schätzungen setzt die Metagroup voraus, dass 30 Prozent der ECM-Lizenzen (Enterprise Content Management) mit WCM zu tun haben. Der Markt für Standalone-Produkte wird zudem mit einer Wachstumsrate von zehn Prozent jährlich angesetzt. Er umfasste vergangenes Jahr 100 Millionen US-Dollar.

Die Ballung im WCM-Sektor weist auf einen Markt mit wachsendem Reifegrad hin.Vergrößern
Die Ballung im WCM-Sektor weist auf einen Markt mit wachsendem Reifegrad hin.

Großunternehmen, die eine strategische Lösung anstreben, betrachten WCM zunehmend als Teil ihrer umfassenderen ECM-Strategie und suchen entsprechende Lösungen. Kleinere Unternehmen hingegen werden sich auf reine WCM-Produkte konzentrieren. Sie können dabei von einem zunehmenden Preisdruck profitieren.

Der Webauftritt ist für Unternehmen heutzutage selbstverständlich. Er stellt daher einen fixen Kostenblock dar. "Fehlt es an einem effektiven Management dieser Web-Sites, kann das Geschäft negativ beeinträchtigt werden" sagt Pascal Matzke von der Metagroup. Einerseits besteht die Gefahr, dass Unternehmensbotschaften nicht mehr glaubwürdig ankommen und Umsätze zurückgehen. Eine weitere Folge könnte sein, dass mehr Personal nötig ist und somit die operativen Kosten steigen.

Bis 2007 sind keine neuen technischen Funktionalitäten bei WCM zu erwarten. Daher müssen Anbieter ihre allgemeine Leistungsfähigkeit und die ihrer Produkte in den Vordergrund stellen. Das um so mehr, als Anwender zunehmend ihren Web-Content und interne Daten konsolidieren.

Gedrängel im Challenger-Bereich

In der EMEA-Region wirkt sich die Konsolidierungstendenz mittelfristig nicht ganz so stark aus wie in anderen geografischen Regionen. Lokale Anbieter in EMEA behaupten sich aufgrund ihrer guten Kunden- und Partnerbeziehungen. Außerdem tragen ihre Branchenausrichtung und das gute Preis-/Leistungs-Verhältnis zum Erfolg in ihren jeweiligen Nischen bei.

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