Das Geld ist am Wichtigsten: Fast jeder zweite
CIO (45 Prozent) will mit Cloud Computing vor allem Kosten senken. Das Erreichen von Wettbewerbsvorteilen folgt mit nur 31 Prozent auf Platz zwei. Doch die Überlegung der
IT-Chefs kann nach hinten losgehen. Wie die Studie "Business adoption of cloud computing" des US-Marktforschers Aberdeen zeigt, zahlen manche Unternehmen bei Cloud Computing drauf.
Ursachen dafür sind Informationsmängel und Defizite im Umgang mit Cloud Computing. Das gibt in der Studie jedenfalls knapp jeder vierte (24 Prozent) von 184 Befragten zu. Die Analysten selbst merken an, es habe sich ja noch nicht einmal eine Definition von Cloud Computing etabliert. Für Aberdeen umreißt der Begriff einen Pool aus abstrahierter, hochskalierbarer und verwalteter IT-Infrastruktur, die Kundenanwendungen vorhält und nach Gebrauch abgerechnet werden kann. Dieser Definition folgen zum Beispiel auch die Martkforscher von Forrester.
Dazu konkrete Zahlen: Im Schnitt sparen Unternehmen durch Cloud Computing 4,3 Prozent an IT-Verwaltungskosten. Zugleich steigen aber die Betriebskosten für das Rechenzentrum um 3,6 Prozent. Der Energieverbrauch verändert sich mit einem Minus von 0,3 Prozent quasi nicht.
Diese Daten dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die einzelnen Unternehmen sehr unterschiedlich abschneiden. Aberdeen weist den Studienteilnehmern drei Kategorien zu: Besonders erfolgreiche Firmen ("Best in Class"/"BiC"), Durchschnittsfirmen ("Average") und Teilnehmer mit unterdurchschnittlichen Ergebnissen ("Laggards"). Zu den BiCs dürfen sich 20 Prozent der untersuchten Firmen zählen. 50 Prozent bilden den Durchschnitt und 30 Prozent haftet das Laggard-Label an.