| Inhalt dieses Artikels: | |
| Kim Schmitz im Portrait | |
| Kim Schmitz: Seine erste Jugendstrafe | |
| Frauen, Autos und ein 10-Millionen-Dollar-Ausflug | |
| Kim Schmitz: Freiheitsstrafe schon vor Megaupload-Verhaftung | |
02.02.2012, von Sven Hähle
Kim Schmitz - der Megaupload-Gründer sitzt in U-Haft – wieder einmal. Wer ist der übergewichtige Blonde eigentlich wirklich? Ein Psychogramm.
| Megaupload.com wurde kürzlich wegen Urheberrechtsverstößen gesperrt, Betreiber Schmitz verhaftet. |
Es gibt Namen, die stehen fest für etwas. Elvis Presley ist Synonym für Rock’n’Roll. Thomas Gottschalk ist gleichbedeutend mit "Wetten dass?". Und Al Capone ist das personifizierte Verbrechen. Im Internet-Zeitalter schickt sich ein Deutscher an, ihm diese Rolle streitig zu machen: Kim Schmitz, geboren am 21. Januar 1974 in Kiel, verheiratet, drei Kinder, auch bekannt als Kim Dotcom, Kim Tim Jim Vestor oder ganz einfach: Kimble.
Seit 20. Januar sitzt Schmitz in einem Neuseeländischen Gefängnis ein – Untersuchungshaft. Als Gründer der Internet-Tauschplattform Megaupload.com und des Streaming-Dienstes Megavideo.com werden ihm massive Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen. 175 Millionen US-Dollar soll Schmitz mit Megaupload.com verdient haben. Praktisch zeitgleich mit Schmitz’ Verhaftung hatte die US-Regierung Megaupload gesperrt .
Bei einer rechtmäßigen Verurteilung könnten Kim Schmitz bis zu 20 Jahre Haft in den USA drohen. Es könnte das Ende einer beispiellosen Biografie sein – muss es aber nicht. Denn ist es nicht das erste Mal, dass der 180-Kilo-Mann hinter Gittern sitzt – stoppen konnte ihn das bislang nicht. Kim Schmitz zeigt das Bild des typischen Serientäters, handelt nach sich wiederholenden Mustern – sehr wohl mit Tarnung und durchaus mit Selbstschutz, aber meist leicht durchschaubar.
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