Web 2.0 im Unternehmen

Warum ignorante Führungskräfte ein Risiko darstellen

12.07.2010 (aktualisiert), von Heinrich Vaske 

Was taugt MediaWiki? Muss ein Manager das wissen? Und was tun, wenn Mitarbeiter an den Unternehmensleitlinien herumfummeln? Die Neuerscheinung "Web 2.0 im Unternehmen" von Manfred Leisenberg und Frank Roebers gibt Antworten auf diese und andere Fragen.

Über Web 2.0 spricht jeder. Von Wikis und Blogs ist die Rede, von Social Networks und Collaboration. Die entsprechenden Werkzeuge zu benutzen, ist aber nur die eine Seite der Medaille. Unternehmen, die von diesen Trends profitieren wollen, müssen mehr tun. Es geht um Ehrlichkeit, das Zurückstellen von Eitelkeiten, das Teilen von Wissen und den Abbau von Hierarchien.

Was Führungskräfte über Enterprise 2.0 wirklich wissen müssen: Manfred Leisenberg und Frank Roebers klären unterhaltsam auf.Vergrößern
Was Führungskräfte über Enterprise 2.0 wirklich wissen müssen: Manfred Leisenberg und Frank Roebers klären unterhaltsam auf.

Die Computerwoche hat das Vergnügen, die Neuerscheinung "Web 2.0 im Unternehmen" von Manfred Leisenberg, Professor für Wirtschaftsinformatik in Bielefeld, und Frank Roebers, Vorstandsvorsitzender der ebenfalls in Bielefeld ansässigen SYNAXON AG, herausgeben zu dürfen (siehe CW-Shop). Darin werden nicht nur die Werkzeuge des Web 2.0 ausführlich vorgestellt. Die Autoren beschreiben anhand von Beispielen ganz praxisnah, was in einem Unternehmen wirklich passiert, wenn es die Geheimniskrämerei abschafft und Mauern einreißt. Diskutiert wird das Thema parallel im eigens dafür eingerichteten Weblog.

Angesprochen werden Führungskräfte, die ahnen, dass die Enterprise-2.0-Welle Kraft genug hat, um Unternehmen von Grund auf umzuwälzen. Entsprechend geißeln die Experten in ihrem "Kursbuch für Führungskräfte" auch all jene Manager, die noch immer meinen, sich mit Technik nicht befassen zu müssen. Ein Auszug:

"Ich habe einige Unternehmen kennengelernt, bei denen die Einführung eines Wikis bis zu dem Zeitpunkt, in dem man das erste Dokument einfügen konnte, länger als zwölf Monate gedauert hat. Meiner Meinung nach hat das auch damit zu tun, dass es bei Führungskräften bis heute als hinnehmbar gilt, über keinerlei technische Kompetenz zu verfügen. Oft und gern wird damit sogar kokettiert. Dies führt dazu, dass auch der offensichtlichste Blödsinn des technischen Personals widerspruchslos hingenommen wird."

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