Neuer Leitfaden "Energieeffizienz im Rechenzentrum"

In vier Schritten den Energieverbrauch senken

11.09.2008, von Tanja Wolff

Weniger Stromkosten trotz steigender Energiepreise - hört sich paradox an, ist aber machbar. Moderne Technologien helfen die IT und die Kühlung zu optimieren sowie USV-Systeme und Messungen zu verbessern.

Experten erwarten, dass der Stromverbrauch in den kommenden Jahren weiter ansteigen wird, falls nicht dagegen unternommen wird.Vergrößern
Experten erwarten, dass der Stromverbrauch in den kommenden Jahren weiter ansteigen wird, falls nicht dagegen unternommen wird.
Foto: ABB Energietechnik-Systeme

Der Energieverbrauch wird in den kommenden fünf Jahren für viele Rechenzentren zu einem der größten Kostenfaktoren. Zwischen 2000 und 2006 hat sich der Energiebedarf von Rechenzentren in Deutschland auf rund 8,7 Milliarden Kilowattstunden mehr als verdoppelt. Die Stromkosten haben sich im gleichen Zeitraum auf 867 Millionen Euro mehr als verdreifacht.

Falls nichts unternommen wird, um die Energieeffizienz zu verbessern, wird es zu einem Anstieg beim Stromverbrauch auf 12,88 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2010 kommen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Borderstep-Instituts im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU).

Moderne Technologien können den Energiebedarf im Rechenzentrum jedoch deutlich senken. Darauf weisen das BMU und der Branchenverband Bitkom im gemeinsamen Leitfaden "Energieeffizienz im Rechenzentrum" hin. Darin stellen sie Tipps für die Planung, Aufbau und Betrieb von Rechenzentren vor:

1. Energiebedarf und Temperatur messen

Zunächst einmal gilt der einfache Grundsatz: Was nicht gemessen werden kann, kann auch nicht optimiert werden. Viele Unternehmen wissen nämlich nicht, welchen Anteil die IT an den gesamten Energieverbrauch einnimmt. Denn die Stromkosten für das Rechenzentrum werden oft über das Facility Management abgerechnet.

Dabei deckt schon häufig die Messung des Energieverbrauchs auf, wo im Rechenzentrum Strom eingespart werden kann. Entscheidungen über Investitionen fallen oft anders aus, wenn klar ist, welche Komponenten wie viel verbrauchen. So kann sich zum Beispiel eine etwas höhere Investition in eine energieeffizientere Kühlung schon nach wenigen Monaten rentieren.

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