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| Wer den ECM-Markt beherrscht | |
| "Für SAP fängt ECM jetzt erst richtig an" | |
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17.09.2008 (aktualisiert), von Elisabeth Grenzebach
Vier Unternehmen dominieren den deutschen Markt für Dokumenten-Management - noch. Wie SAP und Microsoft ihre Marktanteile jetzt ausbauen wollen und warum Oracle so weit abgeschlagen ist.
| Beliebter Treffpunkt für ECM-Interessierte: die DMS Expo in Köln. |
In der Marktübersicht des Analystenhauses Gartner ist nur noch ein einziger reiner ECM-Hersteller im Leader-Quadranten zu finden: Open Text. Ansonsten freuen sich die Infrastrukturanbieter IBM, EMC und Oracle über die begehrte Platzierung. Man hat schließlich tief in die Tasche gegriffen und sich führende ECM-Suiten einverleibt: IBM hat Filenet gekauft, EMC Documentum und Oracle Stellent. Funktional unterscheiden sich die Produkte kaum noch. Profilierungspotenzial bietet lediglich das Thema Kollaboration, da Content immer häufiger in Gruppen erstellt und bearbeitet wird. Je mehr Instant Messaging, Blogs und Wikis zum Alltag des Anwenders gehören, desto wichtiger werden auch Web 2.0, Ajax und XML.
Noch fallen die ECM-Marktanteile von IBM, EMC und Oracle in Deutschland sehr unterschiedlich aus. IBM hat Gartner zufolge in Deutschland einen Marktanteil von über 25 Prozent. Stark vertreten ist IBM in Versicherungen, Banken und in der öffentlichen Verwaltung. Zu kritisierten hat Gartner lediglich, dass die einzelnen Komponenten oft nur locker verbunden sind, insbesondere wenn sie von unterschiedlichen Organisationseinheiten betreut werden. So gehören beispielsweise Web-Content-Management organisatorisch zu WebSphere und content-bezogene Kollaboration zur Lotus-Software-Welt. Weit hinter IBM liegt EMC: Zehn Prozent Marktanteil verzeichnen die Gartner-Analysten. Dies mag daran liegen, dass EMC vor allem auf die Storage-Hardware setzt und mit Information-Lifecycle-Management die Marketing-Kanäle füllt.
Dabei deckt das Unternehmen mit Documentum den kompletten Content-Lebenszyklus ab. Mit der neuen Version Documentum 6.5 setzt EMC auf Kollaboration: Eine Alternative zu Sharepoint will man bieten. Weit abgeschlagen, was die Marktanteile in Deutschland betrifft, ist nach den Zahlen von Gartner Oracle. Ein möglicher Grund: Das ECM-Angebot von Oracle richtet sich an Unternehmen, die auf eine Oracle-Infrastruktur setzen. "Universal Content Management" wird die ehemalige Stellent-Suite heute genannt. Immerhin stellt Oracle dieses Jahr zum ersten Mal auf der Branchenmesse DMS Expo aus - als Goldsponsor. Bleibt die Frage, inwieweit auch andere Plattformen unterstützt werden. Was wird Oracle für SAP und die IBM-Datenbank DB 2 bieten?
Noch nicht im Leader-Quadranten, aber auf Aufholjagd sind SAP und Microsoft: Ein ERP-System aus dem Hause SAP ist bei den meisten deutschen Großunternehmen gesetzt. Genauso wie die Bürokommunikation über Office läuft. Kein Wunder, dass die beiden Software-Giganten das Thema ECM für sich entdecken.
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