Sich in der Krise unabdingbar machen

Wie man den Frust im Job besiegt

28.05.2009, von Andrea König

Wenn Kündigungen drohen, ist besonderes Engagement gefragt. Die Job-Coaches und Buchautoren Manuel Tusch und Volker Kitz empfehlen Führungskräften, ihre Sandwich-Position transparent zu machen und Mitarbeiter zu loben. Niemand sollte jetzt die Ellenbogen ausfahren.

CIO: Herr Tusch, wie hält man im Job die Laune hoch, wenn im Unternehmen gerade viele Kündigungen ausgesprochen werden?

Die Experten Volker Kitz (links) und Manuel Tusch empfehlen in der Krise besonderes Engagement im Job. (Foto: Mareike Foecking)Vergrößern
Die Experten Volker Kitz (links) und Manuel Tusch empfehlen in der Krise besonderes Engagement im Job. (Foto: Mareike Foecking)

Tusch: Indem man nach wie vor realistisch denkt und bleibt. Man sollte schauen, was man im Kleinen ändern kann und sich unabdingbar machen. Anstatt nur Dienst nach Vorschrift zu schieben, ist jetzt besonderes Engagement gefragt.

CIO: Was empfehlen Sie momentan noch für das Verhalten im Job?

Kitz: Den Kollegen gegenüber Wertschätzung zu zeigen. Und Führungskräften empfehle ich, ihren Angestellten Rückmeldung zu geben und ihnen auch mal Lob und Anerkennung zu zeigen. Deutschland gilt als Lobwüste schlechthin.

CIO: Gibt es weitere Ratschläge speziell für Führungskräfte?

Tusch: Ja, sie sollten ruhig ihre Sandwich-Position transparent machen. Meistens sind sie ja auch nur Angestellte und bekommen von ihrem Vorgesetzten oder dem Vorstand Anweisungen.

CIO: Was sollte man momentan auf gar keinen Fall tun?

Kitz: Man sollte bloß nicht in Resignation verfallen. Es ist außerdem wichtig, sich seinen Kollegen und Vorgesetzten gegenüber loyal zu verhalten und keine Ellenbogen auszufahren.

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