| Inhalt dieses Artikels: | |
| IT soll Finger von Web 2.0 lassen | |
| 40 Prozent sind ohne Profil in einer Online-Community | |
| Social Media - nichts für die IT | |
16.09.2009, von Thomas Pelkmann
Zu "niederschmetternden Ergebnissen" kommt eine Umfrage unter 350 deutschen Führungskräften zum Thema "Social Web". Mehr als die Hälfte weiß darüber nichts und denkt auch über einen Einsatz im eigenen Unternehmen nicht nach.
| Alle twittern, nur die Unternehmen nicht. Mehr als die Hälfte möchte sich an Social Media nicht beteiligen. |
So können - Hype hin, Hype her - gerade einmal 59 Prozent der Befragten mit den Begriffen "Web 2.0" und "Social Media" etwas anfangen. Ein weiteres Fünftel hat diese Begriffe zwar schon einmal gehört, weiß aber nicht, was sich dahinter verbirgt. Immerhin jeder zehnte Befragte kennt zwar Social Bookmarking, Blogs oder Communities, würde diese Themen aber nicht dem Web 2.0 zuordnen.
Für die Studie hatte die Cologne Business School gemeinsam mit dem Markforschungsunternehmen Brain Injection in der ersten Jahreshälfte 2009 insgesamt 350 Unternehmen über ihre Kenntnisse und Aktivitäten im Web 2.0 befragt. Alle Interviewpartner, Durchschnittsalter 42 Jahre, waren entweder leitende Angestellte, Vorstände, Geschäftsführer oder Firmeninhaber. Ziel der Studie war es, herauszufinden, "ob die Veränderungen im Kommunikationsmodell durch Social Media bereits bei den Entscheidern im Unternehmen angekommen sind und ob oder wie diese reagieren".
Bei Angeboten wie Facebook, Xing oder StudiVZ sorgen vor allem die Nutzer für die Inhalte, neudeutsch heißt das "User Generated Content". Diese Art der Befüllung von Webseiten und Portalen unterscheidet sich von traditionellen Medien fundamental.
Es wird Zeit, dass das mal jemand auch den Unternehmen sagt. Schließlich eignen sich Web 2.0-Anwendungen für viele Unternehmensaufgaben. So könnte eine Geschäftsleitung Twitter oder Blogs für die Information der Mitarbeiter und Kunden nutzen. Ein Wiki könnte dazu beitragen, wertvolles Unternehmenswissen zu konservieren. Über Social Media könnte das Marketing ihre Kunden live analysieren und damit viel Geld für traditionelle Marktforschung mit schlechteren Ergebnissen sparen.
| ||||