25.01.2012
Schon die Kleinsten profitieren nach Ansicht der Spielzeugindustrie von Smartphones und anderen High-End-Technologien: Selbst in Spielsachen für Babys werden die Geräte nun integriert. Dennoch kaufen die Kunden traditionelles Spielzeug besonders gern.
Nürnberg (dpa) - Manager haben ihr iPhone zum Arbeiten, Schüler haben es zum Quatschen und Chatten, und Babys bekommen es nun zum Spielen: Smartphones und Tablet-PCs treten ihren Weg in die Kinderzimmer an. "Sie werden das Thema iToys als Senkrechtstarter auf der Messe sehen", kündigt idee+spiel-Experte Otto Umbach eine Woche vor der Nürnberger Spielwarenmesse am kommenden Mittwoch an. Einer der potenziellen Kassenschlager ist ein Rasselring für Babys ab sechs Monaten, in dessen Mitte das Smartphone eingeklemmt wird. Kommt das Kleinkind mit dem Finger auf das Display, spricht dort eine Figur den Namen des getroffenen Körperteils vor.
Für Mädchen gibt es einen Schminkkoffer, auf dessen Monitor ein Foto des Kindes hochgeladen wird - das Konterfei kann dann mit Pinseln und Schwämmchen in immer wieder neuen Variationen "geschminkt" werden. Für Jungs dürfte eher eine Variante mit iPad interessant werden: Mit echten Spielzeugautos fahren die Kids eine Rennstrecke auf dem Touchdisplay ab, weichen Hindernissen aus und sammeln Punkte ein. Für etwas Ältere sind Städtepuzzles gedacht, bei denen Zusatzinformationen über die gepuzzelten Sehenswürdigkeiten auf dem Handy angezeigt werden.
Unter den verheißungsvollen Neuheiten, die Umbach traditionell vor Messebeginn präsentiert, sind diesmal auffällig viele Anleihen bei Hollywood: So gibt es Masken und Lichtschwerter für Rollenspieler, die sich damit in Spiderman oder in "Star Wars"-Helden verwandeln können. "Star Wars ist seit vielen Jahren die erfolgreichste Lizenz im Spielwarenmarkt, die umfasst viele Zielgruppen", ergänzt der Co-Geschäftsführer des Verbands, Andreas Schäfer.
Auch noch nicht angelaufene Filme haben bereits Anhänger gefunden: Unterarmlang ist ein Konstruktionsspielzeug nach dem Vorbild des "Battleship"-Kriegsschiffes, das im April in die Kinos kommt und auch in einer elektronischen Version des herkömmlichen "Schiffeversenken" Widerhall findet. Passend zum Film "Der Hobbit" kommen zudem verschiedene "Herr der Ringe"-Bausätze heraus.