Projektmanagement

Auswahl und Einführung

11 Tipps für Projektmanagement-Software

05.11.2012, von Jennifer Lonoff Schiff

CIOs sollten einige Regeln befolgen, damit die Implementierung und der Einsatz von Projektmanagement-Software nicht in der Katastrophe enden.

Für Unternehmen wird die beste Projektmanagement-Software zur Fehlinvestition, wenn die Endanwender diese nicht nutzen. Die Autorin Jennifer Lonoff Schiff hat für unsere US-amerikanische Schwesterpublikation CIO.com elf Tipps zusammengestellt wie Firmen am meisten aus einer Projektmanagement-Lösung herausholen können.

Bei der Auswahl und Einführung einer Projektmanagement-Software ist es wie bei einem Puzzle: Alle Teile müssen nahtlos ineinander greifen.Vergrößern
Bei der Auswahl und Einführung einer Projektmanagement-Software ist es wie bei einem Puzzle: Alle Teile müssen nahtlos ineinander greifen.
Foto: Maksim Smeljov - Fotolia.com

Tipp 1: Am Anfang steht eine Bedarfsanalyse. Dabei muss geklärt werden, welche Aufgaben die künftige Anwendung für das Projektmanagement abdecken soll und ob diese nur für interne Zwecke eingesetzt wird oder auch für die Zusammenarbeit mit externen Partnern und Kunden. Zu beachten ist auch, ob die Lösung Projektbudgets und -abrechnungen verwalten soll.

Cloud-Lösungen in Auswahl einbeziehen

Tipp 2: In das Auswahlverfahren sollten auch Cloud-basierte Projektmanagement-Lösungen einbezogen werden. Unternehmen können diese einfach und zügig implementieren und zugleich IT-Kosten senken. Zudem stehen Systemerweiterungen oder Upgrades automatisch zur Verfügung. Weiterer Vorzug einer Projektmanagement-Lösung aus der Cloud: Endanwender können darauf von überall auf der Welt und mit jedem Endgerät zugreifen.

Tipp 3: Eine Lösung für das Projektmanagement muss für die Endanwender einfach zu bedienen sein und Funktionen aufweisen, die möglichst alle Prozessanforderungen "Out-of-the-Box" abdecken. Ist dies nicht der Fall, sollten CIOs eine Software wählen, die vordefinierte Felder für Erweiterungen beinhaltet, um diese an individuelle Prozesse anzupassen.

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Mey Mark Meyer - 08.11.2012 23:14
Tatsächlich steht die Anfoderungsanalyse - wie bei jeder Toolauswahl am Beginn des Vorgehens. Empfehlenswert ist es aber, nicht nur Aufgaben sondern vor allem auch Prozesse des PM zu analysieren. Als Referenz können PMI, PRINCE2 oder die Prozesse nach DIN dienen. Cloud-basierte Lösungen lösen die technischen Hürden, die Praxis zeigt allerdings, dass diese bei aller Komplexität im Falle umfangreicher Portfoliolösungen eher den kleineren Teil des Aufwands ausmachen. Der Hauptnutzen von PM-Software ist selten die Software selbst. Unternehmen, die von neuer PM-Software wirklich profitieren, tun dies fast immer, weil dabei Prozesse und Methoden nochmals durchdacht wurden. Übrigens lassen sich nahezu alle der rund 40 heute in Deutschland breit etablierten Multi-PM-Lösungen mit ERP und E-Mail koppeln und im Datenmodell erweitern. Die Herausforderung liegt oft eher darin, zu entscheiden, was das PM-Werkzeug bieten soll und was in anderen Systemem verbleibt und - etwa in Dashboards oder über Schnittstellen zu CRM, IT-Asset Management, ERP, ALM, ... - integriert wird. Die Idee einer Online-Community ist nett, greift aber außer bei kleineren Lösungen meiner Ansicht nach zu kurz. An den IT-Bebauungsplan und die Unternehmensprozesse angepasste Software ist regelmäßig zu spezifisch, um sie mit anderen Unternehmen in Foren zu diskutieren. Anwendertreffen der Anbieter bieten allerdings oft die Möglichkeit zum fachlichen Austausch. Tipp 1, 3, 5, 8 und 9 würde ich zusammenfassen: Das Leitbild für die neue Software sollte diskursiv mit den Stakeholdern entwickelt werden. Während die Entscheidung beim CIO verbleibt, ist dieses Vorgehen nicht nur eine Frage professionellen Change Managements, sondern sichert zugleich die Qualität der Entscheidung und erhöht die Akzeptanz regelmäßig sogar bei denen, die nicht ihr Wunschprodukt erhalten.
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