Random Hacks of Kindness

Hacker-Marathon in Berlin

26.11.2010, von

Ein Programmierwettbewerb soll Anwendungen für den Einsatz bei Katastrophen hervorbringen. Verwaltung und Programmierer kooperieren Anfang Dezember für den guten Zweck.

"Random Hacks of Kindness" (RHOK) nennt sich der Programmierwettbewerb, der am 4./5. Dezember zum ersten Mal auch in Deutschland (im Berliner Betahaus) stattfinden wird. Der Hacker-Marathon fand 2009 zum ersten Mal statt. Dabei geht es um das Programmieren für einen guten Zweck, um das Programmieren von Lösungen, die im Not- und Krisenfall helfen sollen und Leben retten können.

Das kann nach einem Erdbeben sein - in Haiti wurden den Veranstaltern zufolge bereits "Random-Hacks-Lösungen" eingesetzt - aber auch bei einer Flut im Oderbruch. "Es ist ein weiteres gutes Beispiel dafür, wie Zivilgesellschaft und Industrie gemeinsam mit der Verwaltung in neuen Kooperationsformen für ein gemeinsames Ziel arbeiten kann - auch eine Form von Open Government", sagt Anke Domscheit-Berg aus dem deutschen Organisationsteam.

Leider sei es so, dass Verwaltungen immer weniger Mittel hätten, gute E-Government Lösungen mit Bürgerbezug umzusetzen, der Bereich Desaster-Management mache davon keine Ausnahme. "Apps for Democracy"-Wettbewerbe wie dieser könnten diese haushaltsbedingten Defizite zum Teil ausgleichen, indem sie Lösungen für wenig Geld ermöglichen.

Der Schwerpunkt des Wettbewerbs liege aber auf der Entwicklung von Lösungen nicht nur für Deutschland sondern für alle Krisenregionen auf der Welt, die von Katastrophen jedweder Art gebeutelt sind. Das sei damit eine ganz andere Art von Entwicklungshilfe.

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