Standard für Behörden schaffen

Pilotprojekt E-Rechnung beim THW

13.09.2013, von

Das Unternehmen Crossinx digitalisiert in einem Pilotprojekt der Bundesverwaltung den Rechnungseingang des Technischen Hilfswerks.

Die öffentliche Hand ist der größter Versender und Empfänger von Rechnungen in Deutschland. Das Frankfurter Unternehmen Crossinx bietet jetzt in einem zunächst bis Ende 2014 terminierten Pilotprojekt des Bundesministeriums des Innern (BMI) eine Lösung für die Digitalisierung des Rechnungseingangs des Technischen Hilfswerks (THW).

Crossinx, spezialisiert auf Cloud-basierte Services für die Financial Supply Chain, erfasst im Projekt formatunabhängig Eingangsrechnungen des THW und übermittelt sie über eine zentrale Schnittstelle digital zur weiteren Verarbeitung in die Warenwirtschafts-, Archiv- und Workflowsysteme des Hilfswerks.

Hilft auch bei Flut: das Technische Hilfswerk (THW). Vergrößern
Hilft auch bei Flut: das Technische Hilfswerk (THW).
Foto: Emeraldphoto - Fotolia.com

Zusammen mit Branchenverbänden appellierten das BMI und das Wirtschaftsministerium jüngst an Verbände, Wirtschaft und Verwaltung, um die Anstrengungen zur flächendeckenden Einführung der E-Rechnung zu unterstützen.

Um nun selber mit gutem Beispiel voranzugehen, wurden im Geschäftsbereich des BMI drei Pilotprojekte zur Einführung des elektronischen Rechnungsaustauschs zwischen Institutionen der Bundesverwaltung und Partnern aus der Privatwirtschaft gestartet.

Die Projekte sollen dabei helfen, das gemeinsam im Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) entwickelte übergreifende Datenformat für den Rechnungsaustausch – das ZUGFeRD-Format – voranzutreiben.

"Einsparungen durch den Einsatz elektronischer Rechnungen sind gewaltig"

Ziel des BMI ist es, der Verwaltung mit den Projekten eine Richtung vorzugeben, wie sie die Digitalisierung der Rechnungsprozesse umsetzen können. Gleichzeitig können die bei der Umsetzung der Projekte beteiligten Partner Erfahrungen über den elektronischen Rechnungsaustausch mit der Verwaltung sammeln und das Verfahren begleiten.

Bald soll die elektronische Rechnung flächendeckend in der Verwaltung eingeführt werden.Vergrößern
Bald soll die elektronische Rechnung flächendeckend in der Verwaltung eingeführt werden.
Foto: Paymorrow

Stefan Werres vom Projekt "Elektronische Rechnungsbearbeitung in der öffentlichen Verwaltung" des BMI sagte: "Die Einsparpotenziale, die durch eine konsequente Zentralisierung und Digitalisierung der Rechnungsprozesse erreicht werden können, sind enorm. Das BMI war in den vergangenen Jahren federführend, gemeinsam mit Branchenverbänden und Anbietern die entsprechende Infrastruktur zu schaffen, um die Vorteile der elektronischen Rechnung flächendeckend nutzbar zu machen."

"Die öffentliche Hand ist mit Abstand der größte Versender und Empfänger von Rechnungen in Deutschland", sagte Marcus Laube, Geschäftsführer von Crossinx. "Das BMI forciert den Wechsel hin zu "e" und strebt einen Standard für die unterschiedlichen Behörden aller föderalen Ebenen an."

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