Web 2.0 weit verbreitet

Social Media selbst in Behörden angekommen

27.04.2010, von Johannes Klostermeier

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Insgesamt 63 Prozent in der Region Berlin-Brandenburg nutzen mindestens einen Social-Media-Dienst im Behördenalltag. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Potsdamer Universität im Auftrag des Vereins für E-Government Amt24. Geld, Wissen und Akzeptanz stehen allerdings einer noch stärkeren Verbreitung entgegen.

Zunächst sollte ermittelt werden, wie bekannt das Web 2.0 in der Verwaltung ist. Dazu wurde nach dem Begriff gefragt. 81 Prozent gaben an, dass ihnen "Web 2.0" etwas sagt. Nur 19 Prozent konnten mit dem Begriff nichts anfangen. Die Mehrheit der Verwaltungen kennt also "Web 2.0". Vergrößern
Zunächst sollte ermittelt werden, wie bekannt das Web 2.0 in der Verwaltung ist. Dazu wurde nach dem Begriff gefragt. 81 Prozent gaben an, dass ihnen "Web 2.0" etwas sagt. Nur 19 Prozent konnten mit dem Begriff nichts anfangen. Die Mehrheit der Verwaltungen kennt also "Web 2.0".

84 Prozent der befragten Städte, Berliner Bezirke, Gemeinden und Landkreise Brandenburgs gehen von einer zunehmenden Bedeutung des Social Web aus. Für 74 Prozent sind Bewertungen, Empfehlungen, Beteiligungsmöglichkeiten und die soziale Vernetzung schon heute ein wichtiges Thema. Das ergab die nach eigenen Angaben erste wissenschaftliche Untersuchung zur Nutzung von Web 2.0-Anwendungen und -Technologien in der öffentlichen Verwaltung von der Universität Potsdam im Auftrag des E-Government-Netzwerks Amt24.

Bemerkenswert ist, dass die ganze Bandbreite an Web-2.0-Anwendungen zum Einsatz kommt. Eine Ausnahme ist hier lediglich das Social Bookmarking, das keine der befragten Behörden anwendet. Beteiligungsportale, Tagging sowie Empfehlungs- und Bewertungsverfahren führen die Liste der beliebtesten Anwendungen an. Vergrößern
Bemerkenswert ist, dass die ganze Bandbreite an Web-2.0-Anwendungen zum Einsatz kommt. Eine Ausnahme ist hier lediglich das Social Bookmarking, das keine der befragten Behörden anwendet. Beteiligungsportale, Tagging sowie Empfehlungs- und Bewertungsverfahren führen die Liste der beliebtesten Anwendungen an.

Fast zwei Drittel der online befragten Ämter nutzen demnach heute schon mindestens eine soziale Anwendung. Dabei stehen Möglichkeiten zur Verschlagwortung (Tagging), zur Bewertung und Empfehlung, Beteiligungsportale (zum Beispiel für Eingaben) und Soziale Netzwerke ganz oben auf der Liste. Im Mittelfeld liegen Foren, Dienste für Web- und Videokonferenzen sowie Wikis. Auf den Schlussplätzen landen bei den Verwaltungen in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg RSS-Feeds und Mashups.

Die bisher gesammelten Erfahrungen sind überwiegend heterogen. Das gaben 42 Prozent der Befragten an. Negative Erfahrungen hat keiner der Befragten gemacht. Positiv äußerten sich immerhin 28,6 Prozent. Vergrößern
Die bisher gesammelten Erfahrungen sind überwiegend heterogen. Das gaben 42 Prozent der Befragten an. Negative Erfahrungen hat keiner der Befragten gemacht. Positiv äußerten sich immerhin 28,6 Prozent.

Neben dem relativ hohen Wert an aktuellen Nutzern im Web 2.0 auf Seiten der ostdeutschen Verwaltungen planen weitere 11 Prozent den Einsatz derartiger Diensten. Bei den in der Einführungs- oder Testphase befindlichen Projekten stehen Diskussionsforen sowie Beteiligungsportale, soziale Netzwerke und RSS-Dienste besonders hoch im Kurs. Damit gewinnen diese - bislang zum Teil weniger genutzten Anwendungen - eine größere Bedeutung.

Die größten Vorteile sehen die Befragten in der Steigerung der Dienstleistungsqualität und einem damit verbesserten Image ihres Standorts. Größte Hindernisse für die Einführung von Social Media-Anwendungen sind aus Sicht der regionalen Behörden die Finanzierung, fehlendes Know-how sowie die Akzeptanz der Mitarbeiter in den öffentlichen Verwaltungen.

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