Produkte und Trends

SAP, T-Systems, Google & Co. kämpfen um Handel

01.02.2012, von Hartmut Wiehr

Die NRF Big Show 2012 in New York zeigte, dass immer mehr IT-Anbieter in den Retail-Sektor drängen. Alle großen IT-Dienstleister präsentierten ihre Neuigkeiten.

Über 24.000 Besucher wurden auf der diesjährigen "NRF Big Show 2012" registriert, die Mitte Januar von der amerikanischen National Retail Federation (NRF) in New York veranstaltet wurde. Es ging um neue Produkte, neue Einschätzungen der Marktentwicklung und viele Anwenderbeispiele von erfolgreichen Retail-Unternehmen. Neue Märkte wie Brasilien, Russland, Indien oder China (BRIC) standen besonders im Fokus. Diese Länder hatten auch auffällig viele Delegierte nach New York gesandt.

Lori Mitchell-Keller führt die weltweite Retail-Division von SAP. Für den Software-Hersteller gehört die Retail-Branche zu den strategisch wichtigen Geschäftsfeldern.Vergrößern
Lori Mitchell-Keller führt die weltweite Retail-Division von SAP. Für den Software-Hersteller gehört die Retail-Branche zu den strategisch wichtigen Geschäftsfeldern.

Die Retail-Branche gab sich insgesamt äußerst optimistisch und teilweise sogar euphorisch, was das weitere Wachstum angeht. Selbst in den USA, deren Wirtschaft von Krisensymptomen und hoher Arbeitslosigkeit geprägt ist, gehen Analysten von einem Anstieg der Retail-Umsätze von etwa vier Prozent in diesem Jahr aus. Vor allem der Online-Bereich boomt. Allein Amazon konnte 2011 ein Wachstum von 30 Prozent vorweisen. Auch in Brasilien oder China legten die Online-Umsätze sehr stark zu.

Auf der NRF war deutlich ein Trend zur sogenannten Vertikalisierung zu sehen: Immer mehr Hersteller eröffnen eigene Läden und eigene Online-Shops und schalten somit den Zwischenhandel aus, und immer mehr Retailer ergänzen ihr Produktangebot um eigene Brands. Beide Entwicklungen bestätigen die Bedeutung des Handels als relativ stabilen Wirtschaftsmotor. Viele Unternehmen folgen dem Vorbild von Apple oder Amazon.

Alle außer EMC waren da

In New York waren denn auch außer EMC praktisch alle Hardware- und Software-Anbieter vertreten, um sich in diesem Umfeld zu präsentieren. Zum Teil stellten sie lediglich ihre auch für andere Branchen tauglichen Infrastruktur- und Backoffice-Lösungen vor. So präsentierte sich zum Beispiel der amerikanische Netzwerkbetreiber und Marktführer Comcast ausschließlich mit seinem klassischen Portfolio.

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